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Triumphfahrt von Svindal

Herren-Weltcup

Triumphfahrt von Svindal

Gröden

Franz Dritter in Gröden

Einfach unglaublich, dieser Aksel Lund Svindal. Mit einer wahren Triumphfahrt dominierte der Norweger die Abfahrt von Gröden, gewann souverän vor seinem Landsmann Kjetil Jansrud und dem Kärntner Max Franz. 

„Es war eine coole Fahrt“, freute sich der Österreicher, ,,oben habe ich ein bisschen zu viel verloren, insgesamt war es aber ganz bestimmt ein erfolgreiches Wochenende“, sagte Franz, der die Gröden-Abfahrt in der vergangenen Saison gewonnen und damit eine achtjährige ÖSV-Durststrecke beendet hatte. „Es ist halt eine super Strecke, ich mag die Wellen, das taugt mir. Da macht das Skifahren richtig Spaß. Ich freue mich hier über jede Fahrt“, so der Kärntner, der Sieger Svindal applaudierte: „Eine Wahnsinnsleistung.“

Svindal, der die vergangene WM-Saison wegen einer Knieblessur vorzeitig hatte beenden müssen und zuletzt wieder über Schmerzen geklagt hatte, legte mit Nummer 13 eine überragende Fahrt hin, blieb bis ins Ziel ohne erkennbaren Fehler und distanzierte den bis dahin führenden Thomas Dressen aus Deutschland um gleich 1,34 Sekunden. Für den Überraschungsdritten von Beaver Creek reichte es letztlich für den 13. Rang. Svindal jubelte über seinen insgesamt 34. Weltcup-Sieg, den 14. in der Abfahrt und den sechsten in Gröden (zwei in der Abfahrt, vier im Super-G).

Dabei waren nach seinem Abfahrtssieg in Beaver Creek vor zwei Wochen die Schmerzen im rechten Knie wieder stärker  geworden. Auch im Training von Gröden hatte er massive Probleme, die im Rennen mit einem Schlag aber wie verblasen waren. „Gott sei Dank ist es gut gegangen“, freute sich der 34-jährige Svindal. „Ich bin die Schmerzen schon fast gewöhnt. Und ich bin alt genug und habe ausreichend Erfahrung, um damit umgehen zu können.“

Bei perfekten Bedingungen überraschte auf der Saslong diesmal der Schweizer Gilles Roulin als Vierter (+1,00). Für den italienischen Lokalmatador Christof Innerhofer reichte es nur für den fünften Rang (1,14) knapp vor dem Tiroler Romed Baumann, der ex aequo mit Dominik Paris als zweitbester Österreicher Platz sechs (1,16) belegte. Weltmeister Beat Feuz (SUI) wurde lediglich 0,01 Sekunden dahinter Siebenter.

Für die restlichen Österreicher lief es beim Klassiker über Kamelbuckel und Ciaslat nicht nach Wunsch. Matthias Mayer kam unmittelbar vor Vincent Kriechmayr (1,74) über Platz 17 (1,62) nicht hinaus. Hannes Reichelt verlor als 24. zeitgleich mit Otmar Striedinger schon mehr als zwei Sekunden. Ein schwerer Fehler kurz vor der Einfahrt zur Ciaslat, als er fast ein Tor verfehlte, hatte den Salzburger wertvolle Zeit und die Chancen auf einen Spitzenplatz gekostet.

Ergebnis Abfahrt Gröden

1. Aksel Lund Svindal (NOR)
2. Kjetil Jansrud (NOR)
3. Max Franz
4. Gilles Roulin (SUI)
5. Christof Innerhofer (ITA)

.....

6. Romed Baumann
17. Matthias Mayer
18. Vincent Kriechmayr
24. Hannes Reichelt
24. Otmar Striedinger

01:57.00
+ 00.59
+ 00.85
+ 01.00
+ 01.14



+ 01.16
+ 01.62
+ 01.74
+ 02.03
+ 02.03

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