Sie befinden sich hier:

Damen-Weltcup

Sensation durch Hütter

Lake Louise

Sieg gleich beim Comeback

Besser geht es wohl nicht – die Steirerin Cornelia Hütter raste gleich bei ihrem ersten Rennen nach der langen Verletzungspause zur großen Sensation, gewann die erste Abfahrt von Lake Louise vor Tina Weirather und – ebenfalls sensationell – Mikaela Shiffrin.

Ein wahrlich traumhaftes Comeback nach dem im Jänner in Saalbach erlittenen Kreuzbandriss. Beim insgesamt zweiten Weltcup-Sieg von Hütter hatte auch Mikaela Shiffrin für eine echte Überraschung gesorgt, die in ihrer erst dritten Abfahrt sensationell auf dem dritten Rang absschwang. Der Rückstand der Slalom-Queen betrug bei Schneefall und schwierigen Sichtverhältnissen nur 0,30 Sekunden. Für Anna Veith gestaltete sich indes die Rückkehr in den Weltcup durchwachsen. Die Salzburgerin kam nicht über den 21. Platz (+2,11) hinaus.

Die 25-Jährige Siegerin hatte bereits mit Platz vier im Abschlusstraining aufgezeigt. Im Rennen dann gab es nur volle Attacke. „Ich wusste, dass bei mir alles passt. Vor dem Start war ich sehr nervös, weil mein letztes Rennen ja fast ein Jahr zurücklag. Es ist so schön, dass man wieder das tun kann, was einem Spaß macht. Es hat alles zusammengepasst“, jubelte die überglückliche Hütter, während Lindsey Vonn für eine Schrecksekunde sorgte. Die 33-Jährige, die in ihrer Karriere schon 18-mal in Lake Louise gewonnen hatte, war auf dem Weg zu ihrem 78. Weltcup-Sieg kurz vor dem Ziel schwer zu Sturz gekommen. Vonn wurde bei einer Welle ausgehoben, das rechte Knie knickte ein, und die US-Amerikanerin landete ungebremst im Fangnetz. Doch nach einer mehrminütigen Rennunterbrechung war Vonn unter dem Applaus der Fans aus eigener Kraft ins Ziel abgefahren.

Auch Hütter stockte beim Sturz von Vonn der Atem. „Ich habe nicht hingeschaut, da bin ich momentan empfindlich“, gestand die Steirerin. Dass es im ersten Rennen gleich mit dem Sieg geklappt hat, sorgte bei Hütter für Fassungslosigkeit. „Ich bin durch das Ziel gefahren und habe es grün aufleuchten sehen. Da habe ich mir gedacht: ‚Oh mein Gott, wie geil ist das bitte.‘“, sagte Hütter nach ihrem ersten Triumph in einer Abfahrt. Weitere ÖSV-Platzierungen: 13. Ramona Siebenhofer, 15. Stephanie Venier, 22. Nicole Schmidhofer und 29. Tamara Tippler.

(c) GEPA

© 2017 Tirol Werbung