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Vincent zähmte Raubvogelpiste

Herren-Weltcup

Vincent zähmte Raubvogelpiste

Beaver Creek

ÖSV-Speed-Team überzeugte

Das ist ja ein sensationeller Saisonstart für die Speed-Truppe des ÖSV. 

Dort, wo er vor vier Jahren seine ersten Weltcuppunkte geholt hat, raste Vincent Kriechmayr diesmal auch zu seinem ersten Weltcupsieg. Der von vielen Konkurrenten zum Geheimfavoriten gestempelte Oberösterreicher, triumphierte ausgerechnet auf der schweren ,Birds of Prey“ in Beaver Creek im Super G vor dem Norweger Kjetil Jansrud sowie Landsmann Hannes Reichelt und bejubelte seinen Premierensieg. Pechvogel Matthias Mayer hatte wieder als Erster auf die Strecke gemusst und war Sechster geworden. Der Abfahrts-Olympiasieger, der eine Woche davor in Lake Louise ebenfalls als "Testpilot" ausgeschieden war, ebnete mit seiner Fahrt aber den Weg zum Triumph für Kriechmayr. ,,Ich habe bei seiner Fahrt gesehen, dass es gegenüber der Besichtigung doch leichter geht und habe voll attackiert", bestätigte Kriechmayr, der gleich nach Mayers Fahrt mit Startnummer drei ins Rennen gegangen war. Am Ende setzte sich der aktuell vor Selbstvertrauen strotzende WM-Fünfte aus Oberösterreich 0,23 Sekunden vor Kanada-Sieger Jansrud und 0,33 vor Reichelt durch. Es war der erste Saisonsieg für die ÖSV-Herren.

Kriechmayr war freilich bei etwas besserer Sicht unterwegs als etwa Reichelt, das ist auf der anspruchsvollen "Raubvogelpiste" mitentscheidend. "Es war jedenfalls eine sehr gute Fahrt", meinte der 26-Jährige. Reichelt hatte hingegen keine optimale Sicht. Der vierfache SG-Sieger in Beaver kam aber wenigstens zum bereits siebenten Mal in seiner besten Disziplin hier auf das Podest. "Oben habe ich die Wellen überhaupt nicht gesehen, hab' eher rumspekuliert. Das hätte man besser markieren müssen", übte der 37-jährige Salzburger etwas Kritik.

(c) GEPA

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