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  5600 Fans feierten Thiem

Tennis, Einzelfinale, Kitzbühel

5600 Fans feierten Thiem

7:6, 6:1 gegen Ramos-Vinolas

Mit Turniersieg Traum erfüllt

Bild: gepa

Endlich am Ziel – vor einer rundum begeisterten Kulisse am ausverkauften Center Court hat Dominic Thiem (siehe Bild) als nunmehr zweiter Österreicher nach Thomas Muster (1993)  das Tennisturnier von Kitzbühel gewonnen. Der 25-jährige Weltranglistenvierte bezwang im Finale nach 1:38 Stunden den Spanier Albert Ramos-Vinolas mit 7:6 (7/0) und  6:1. Besonders der erste Satz war umkämpft und auch für über eine Stunde wegen Regens unterbrochen. Doch nach der Pause und dem dann klaren Sieg im Tiebreak (7:0) war der Weg für den Niederösterreicher zu seinem insgesamt 14. Turniersieg frei. „Es ist absolut unglaublich. Einer meiner größten Träume ist damit in Erfüllung gegangen. Ich bin völlig aus dem Häuschen“, jubelte Thiem noch auf dem Platz im Interview  mit Barbara Schett. Es war das 22. Finale auf der ATP-Tour für den Österreicher und schon der dritte Titel in diesem Jahr nach Indian Wells und Barcelona. Für den Sieg im Finale kassierte der 25-jährige  90.000 Euro und 250 Punkte für die Weltrangliste. „Ein Heimturnier zu gewinnen war auch einer der Gründe, warum ich begonnen habe Tennis zu spielen. Ich bin hier mit sechs Jahren auf dem Platz gestanden, 20 Jahre später habe ich das Turnier gewonnen. Das ist vielleicht auch Schicksal“, meinte Dominic nach der Partie in seiner Dankesrede. Thiem gewann damit die lang ersehnte „Goldene Gams“ als Siegestrophäe. Zudem hat der zweifache French-Open-Finalist nun allein in diesem Jahr schon knapp über vier Millionen US-Dollar Preisgeld gewonnen. Sein nächster Auftritt? Beim Masters-1000-Turnier in Montreal.  

Österreicher-Sieg auch im Doppel
 

Das ,,Vorspiel“ für Dominic Thiem konnte sich ebenfalls sehen lassen. Da hatte nämlich mit Philipp Oswald ebenfalls ein Österreicher – erstmals seit Julian Knowle 2012 - das Doppel-Finale des Generali Open  gewonnen. An der Seite seines slowakischen Partners Filip Polasek besiegte der 33-jährige Vorarlberger die Belgier Sander Gille/Joran Vliegen nach 69 Minuten mit 6:4 6:4. Für Oswald war es sein insgesamt zehnter ATP-Doppel-Titel, für Polasek war es der zwölfte. „Im Prinzip“ sei es der schönste Tennistag seines Lebens gewesen, sagte „Ossi“ Oswald. „Ich fand, der Davis-Cup damals in Moskau war auch richtig geil, das war genauso emotional mit der ganzen Mannschaft. Aber vor heimischem Publikum war das die beste Kulisse, wo ich gewinnen durfte“, sagte der 33-jährige Vorarlberger. Eine Woche zuvor waren einander die vier Protagonisten schon im endspiel von Gstaad gegenübergestanden. Damals gewannen die Belgier mit 6:4 6:3, in Tirol gelang Oswald/Polasek nach Breaks zum 4:3 im ersten bzw. 5:4 im zweiten Satz die Revanche. Für Oswald war es überhaupt das dritte Endspiel in Folge, denn vor zwei Wochen hatte er bereits an der Seite des Niederländers Robin Haase das Turnier in Umag für sich entschieden.

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