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  Stoch greift nach Uralt-Rekord  

Vierschanzentournee, Oberstdorf

Stoch greift nach Uralt-Rekord  

21. Teilnahme für Simon Ammann

Comeback von Richard Freitag

Bild: gepa

Die Leistungsdichte ist so groß wie nie zuvor: Wenn vom 29. Dezember bis zum 6. Jänner bei der 67. Vierschanzentournee die weltbesten Skispringer um den goldenen Tournee-Adler kämpfen, dann ist der Kreis der Favoriten groß. Vorjahressieger Kamil Stoch (Polen) könnte mit einem erneuten Erfolg in der Gesamtwertung seinen Legendenstatus noch einmal ausbauen. Denn nach seinen jüngsten beiden Gesamtsiegen in Folge kann der polnische Nationalheld in diesem Winter das Triple schaffen und damit mit Björn Wirkola aus Norwegen gleichziehen. Wirkola ist der einzige Springer in der 66-jährigen Geschichte der Vierschanzentournee, der dreimal hintereinander die Tournee gewann (1966/67 bis 1969/70).

Und Stoch ist – gerade rechtzeitig - in Topform gekommen. Im Rahmen der polnischen Meisterschaften in Zakopane hatte er seiner Konkurrenz keine Chance gelassen. Mit Sprüngen auf 140 und 134,5 Meter machte Kamil Stoch die Verhältnisse in Polen wenige Tage vor dem Auftakt der  Tournee in Oberstdorf noch einmal mehr als deutlich. Der dreimalige Olympiasieger erzielte auf der Großschanze in Zakopane insgesamt 331 Punkte und deklassierte damit seine nicht gerade schwachen Gegner. Hinter dem Überflieger des vergangenen Winters belegte Dawid Kubacki den zweiten Platz, gefolgt von Stefan Hula. Dahinter folgten Maciej Kot und Jakub Wolny. Piotr Zyla, als Zweiter des Gesamtweltcups aktuell stärkster polnischer Skispringer, musste sich mit dem sechsten Platz zufrieden geben.                                                                   

Johann Andre Forfang führt die norwegische Mannschaft bei der Vierschanzentournee an. Der 23-Jährige ist Teil der insgesamt siebenköpfigen Kaders, den Cheftrainer Alexander Stöckl nunmehr offiziell für den ersten Höhepunkt der Saison nominiert h Neben Forfang, der aktuell Fünfter im Weltcup, hat der Coach aus Österreich auch Robert Johansson, Daniel-André Tande, Anders Fannemel, Andreas Stjernen und Robin Pedersen für die Traditionsveranstaltung zum Jahreswechsel nominiert.                                                                     

Der Schweizer Simon Ammann wird in Oberstdorf zum 21. Mal die Vierschanzentournee in Angriff nehmen. Mit dem sechstem Platz im Continental Cup von Engelberg hat sich der vierfache Olympiasieger endgültig qualifiziert. Ammanns Teilnahme an der Vierschanzentournee war nach dem schwachen Saisonstart bis zuletzt offen.                                                                   

Jetzt steht es endgültig fest - der Deutsche Skiverband bestätigte offiziell die Teilnahme von Richard Freitag an der Tournee. Nach einem Sturz beim Weltcup in Nischni Tagil war sein Start zuletzt noch fraglich gewesen.  Freitag hatte sich in Russland dabei die Hüfte lädiert, die ihm schon nach seinem Sturz bei der Tournee 2017/2018 in Innsbruck Probleme bereitet hatte. Zuletzt hat der 27-jährige Sachse auf den letzten Weltcup in Engelberg sowie das Trainingslager vor Weihnachten in Lillehammer verzichtet. Neben Richard Freitag gehören Andreas Wellinger, Karl Geiger, Stephan Leyhe, Severin Freund, Markus Eisenbichler und David Siegel zur Kernmannschaft.                                                                  

 
Programm des Tournee-Auftakts

Samstag, 29. Dezember 2018:
14:30 Uhr – Offizielles Training
16:30 Uhr – Qualifikation

Sonntag, 30. Dezember 2018:
15:00 Uhr – Probedurchgang
16:30 Uhr – Wettkampf

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