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1:1 dank Dedic-Traumtor

Fußball, tipico-Liga, Pasching

1:1 dank Dedic-Traumtor

WSG überrascht beim LASK

Tirol bremst Linzer Siegserie

Bild: Liebhaber

Das war eine tolle kämpferische Vorstellung der WSG Swarovski Tirol (siehe Bild). Die Schützlinge von Trainer Thomas Silberberger holten beim bisher so spielstarken Lund im Europacup erfolgreichen LASK ein durchaus verdientes 1:1 (0:1)-Remis und halten damit nach vier Runden bereits bei fünf Punkten. Für das Team von LASK-Coach Valerien Ismael war es das erste Unentschieden im siebenten Pflichtspiel nach zuvor sechs Erfolgen. Dadurch fielen die Linzer zwei Punkte hinter Leader Salzburg zurück.

Zlatko Dedic (44.) hatte den Außenseiter vor 5.338 Zuschauern in Pasching knapp vor der Pause mit einem sehenswerten Treffer in Führung gebracht, Joker Philipp Wiesinger (81.) sicherte den in Finish doch dominierenden Linzern aber noch einen Punktgewinn. Der Vizemeister verabsäumte es zwar, Selbstvertrauen für das am Dienstag anstehende Play-off-Hinspiel zur Champions League im Linzer Stadion gegen Club Brügge zu tanken, auch wenn dieses Spiel gegen die WSG nicht als Generalprobe bezeichnen konnte. Denn Ismael hatte sein Team gegenüber dem grandiosen 3:1-Sieg gegen den FC Basel in der dritten Qualirunde gleich an acht Positionen verändert. Nur Goalie Alexander Schlager, Kapitän Gernot Trauner und James Holland waren im Team geblieben.

Den Tirolern war das egal, sie suchten ihr Heil einmal mehr eher im Konter, waren aber zunächst harmlos geblieben. Aus dem Nichts gelang ihnen trotzdem das 1:0. Nach einer Grgic-Flanke wurde Dedic völlig allein gelassen und der slowenische Stürmer ließ mit seiner Direktabnahme Schlager keine Chance. Es war das erste Gegentor des LASK in dieser Saison.

Gleich nach Wiederbeginn bewahrte Schlager sein Team im neuerlichen Duell mit Dedic vor dem 0:2 (51.). Ansonsten drückten die Linzer zwar, hatten aber vorerst Probleme, sich Topchancen herauszuarbeiten. Eine fand Raguz vor, der 21-jährige ÖFB-Nachwuchs-Teamspieler fand aber in Ferdinand Oswald seinen Meister (70.). Auf der anderen Seite zeigte Schlager bei einem Dedic-Abschluss nach schönem Konter eine Glanzparade (73.).

Da waren Peter Michorl und Wiesinger bereits auf dem Feld. Die Hereinnahme der beiden Stützen machte sich für die Linzer noch bezahlt. Eine Ecke von Michorl lenkte Wiesinger am kurzen Eck ins Tor. Danach wäre für die Gastgeber auch noch der Sieg möglich gewesen, Oswald hielt aber einen Frieser-Schuss (86.).

Die weiteren Ergebnisse der 4. Runde: St. Pölten – RB Salzburg 0:6 (0:2), Wolfsberg – Mattersburg 5:0  (2:0);  Austria Wien – Admira 1:1 (10);  Sturm Graz – Rapid 0:1 (0:1);  Altach – Hartberg 3:3 (0:3).

Aktuelle Tabelle
1FC RB Salzburg440017:3+1412 
2LASK43107:1+610
3TSV Hartberg42119:6+37
4Rapid Wien42115:5+07
5Wolfsberger AC420210:6+46
6Sturm Graz42024:2+26
7WSG Tirol41217:6+15
8Austria Wien41127:8-14
9SC Rheindorf Altach41127:9-24
10SV Mattersburg41034:15-113
11SKN St. Pölten40223:12-92
12FC Admira Wacker Mödling40132:9-71

Stimmen zum Spiel

Valerien Ismael (LASK-Trainer): „Kompliment an Tirol, es war eine starke Leistung vom Gegner, der uns alles abverlangt hat. Das Spiel ist phasenweise auf des Messers Schneide gestanden. Kompliment auch an meine Jungs in dieser Konstellation. In der zweiten Hälfte hat die Mannschaft Moral bewiesen. Durch Sabitzer hatten wir gute Torchancen, er hat halt noch nicht die Ruhe und ist noch jung. Letztendlich war es ein gerechtes Unentschieden. Ich bin zufrieden, auch mit dem Rotationsprinzip. Nach vier Spielen zehn Punkte, das kann sich sehen lassen.“

Thomas Silberberger (Tirol-Trainer): „Wir haben ein tolles Match gesehen. Wir wussten, wenn wir den LASK über die Seiten beschäftigen, können wir Nadelstiche setzen, so auch beim 0:1. In der zweiten Hälfte war der LASK dann stärker, auch mit dem Publikum im Rücken. Zum Schluss waren beide nicht mehr bereit viel mit dem Ball nach vorne zu machen. Die Umstellung auf Viererkette hat funktioniert. Dennoch war es ein starker Gegner und eine schwere Aufgabe für uns. Ich kann daher mit dem Punkt gut leben."

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