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Premium-Sessel in St. Moritz

TirolBerg

Premium-Sessel in St. Moritz

Wo Weltmeister Platz nehmen

Der spezielle Blickfang im TirolBerg

Text: Klaus Erler, Bild: Manfred Jarisch

Im TirolBerg kommen während der Ski-WM 2017 in Sankt Moritz Spitzensportler und Unternehmer zusammen. Das dazu passende „Möbelstück“ liefert der Tiroler Lifthersteller Leitner: die Entstehungsgeschichte eines außergewöhnlichen Liftsessels.

Eigentlich war die Idee naheliegend: Wenn Echtleder als Werkstoff im Automobil- und Sitzmöbelbau so gut funktioniert, warum soll es mit all seinen Vorteilen nicht auch in der Liftsesselproduktion einsetzbar sein? Warum soll sich die Qualität eines BMW-Autositzes nicht im großen Stil auf Liftsessel übertragen lassen, so wie es ein Prototyp bereits 2012 erfolgreich in Hochzillertal vormachte? Ausgehend von solchen Überlegungen ging man Ende 2014 im Sessel-Kompetenzzentrum der Leitner GmbH Telfs daran, einen ganz besonderen Liftsessel zu entwickeln und führte ihn 2015 zur Serienreife.

Leitner Premium Chair

Der Leitner Premium Chair wurde Ende 2015 in einem Tiroler Skigebiet eingeführt, bewährte sich im Alltag des vergangenen Rekordwinters bestens und ist inzwischen zum Erfolg geworden.

„Der ‚Leitner Premium Chair’ ist ergonomisch geformt, rutschfest, beheizt und optisch nicht nur in alle (Farb-)Richtungen hin individualisierbar, sondern auch sofort als Premiumprodukt identifizierbar. Eine Leder-Polsterung in entsprechender Qualität findet sich sonst nur in High-End-Cabriolets“, schwärmt Matthias Beck, Verantwortlicher für die Produktion im Leitner-Werk Telfs. Nicht zufällig sehen die neuen Leitner-Sessel den Autosesseln sehr ähnlich und übernehmen von diesen neben der wertigen Optik und Haptik auch einen technischen Vorteil: Die Sitzheizung – eine bei Sesselbahnen zunehmend nachgefragte Option – funktioniert dank der besseren Wärmeleitung des Leders schneller als bei Kunstleder-Sesseln. 

Premiumgedanken nach außen tragen

„Dieser neu entwickelte Sitz kommt einem Bedürfnis der Premiumskigebiete entgegen: den eigenen hohen Anspruch auch in Seilbahn- und Infrastruktur-Details sicht- und spürbar zu machen“, erklärt Matthias Beck die Marktpositionierung des Premium Chair. Den Sessel gibt es derzeit als Sechs- und Acht-Sitzer, die sich nicht nur farblich, sondern auch mit Logostickereien an den jeweiligen Marketing-Auftritt der Skigebiete anpassen lassen. Leitner arbeitet dazu mit einem Zulieferer aus der Automobilbranche zusammen.

Auch bei der Sicherheit ist der Premium Chair ganz vorne mit dabei, wie Johannes Praxmarer, Abteilungsleiter Montage bei Leitner Telfs, stolz erklärt: „Der Sessel lässt sich mit einem automatischen Schließbügel-Verriegelungssystem ausstatten, spezielle Fußraster verhindern ein Durchrutschen unter den Bügeln während der Fahrt. Eine Ausformung der Sitz-Seitenwangen stellt zudem sicher, dass jeder Wintersportler automatisch die beste und sicherste Sitzposition einnimmt. Ein weiterer Sicherheitsvorteil ist die erhöhte Rutschfestigkeit des Leders im Vergleich zum Kunstleder.“

Nachfrage hoch

Der Leitner Premium Chair wurde Ende 2015 in einem Tiroler Skigebiet eingeführt, bewährte sich im Alltag des vergangenen Rekordwinters bestens und ist inzwischen zum Erfolg geworden: Im ersten regulären Verkaufsjahr 2016 wurde er bereits in drei weiteren deutschen und italienischen Skigebieten installiert. In Telfs befindet sich das Kompetenzzentrum von Leitner für die Sessel, welche weltweit zum Einsatz kommen. 

Im TirolBerg steht der Premium Chair im Kleinen für einen Gedanken, der in Tirol auch im Großen für die kommenden Jahre bestimmend sein wird, nämlich den Premiumgedanken zu leben – im Tourismus und im Sport genauso wie in der Wirtschaft.

Michael Messner, Abteilungsleiter Produktionsplanung und Produktionssteuerung in Telfs, erklärt: „Wir haben 2009 die Produktion von sechs verschiedenen Standorten in Telfs zentralisiert und stellen jetzt von hier aus Sessel für die ganze Welt her. Von der Kundenberatung bis zur Auslieferung findet sich alles unter einem Dach. Unser Sessel-Kompetenzzentrum ist dabei das Herzstück der Produktion.“ Das macht vor allem auch deshalb Sinn, weil es nirgendwo sonst in der Entwicklung einer Seilbahnanlage derart viele Varianten und Konfigurationsmöglichkeiten gibt wie bei einem Sessel. Alleine bei einem Sechser-Sessel können Kunden aus mehr als 200 Variationsmöglichkeiten wählen.

Eyecatcher TirolBerg-Sessel 

Die Grundidee des Leitner Premiumsessels passt somit zum TirolBerg, der als Tirol-Botschafter und Meetings- und Netzwerk-Plattform ebenso einzigartig ist wie der Premium Chair und seit 2001 als essenzieller Bestandteil zu den Alpinen Skiweltmeisterschaften gehört. Während der Ski-WM 2017 in St. Moritz wird er wieder als viel besuchter Treffpunkt mit sportlich-gemütlichem Ambiente funktionieren. Hier lassen sich Medaillengewinner und Weltmeister feiern und werden die Spitzenleistungen des Standorts Tirol präsentiert.

Zu Letzteren zählt auch der Leitner Premium Chair, der deshalb in einer speziellen TirolBerg-Edition im Medienzentrum des TirolBergs aufgestellt wird. Er wird dabei als Sitzplatz für Weltmeister dienen, als Interview-Ort, vor allem aber auch als Eyecatcher. In der Grundkonfiguration mit allen anderen Premium Chairs vergleichbar, bleibt der TirolBerg-Sessel aufgrund seines Polster-Designs ein Unikat: Für ihn wurde erstmals weißes Leder verwendet, das schwarz umrahmt die perfekte Wirkungsfläche für die aufgestickten TirolBerg-Logos darstellt. 

Eine Million Schrauben

Johannes Praxmarer erklärt den Produktionsweg, der Ende Oktober in Telfs aus dutzenden Einzelteilen den TirolBerg Premium Chair entstehen ließ und dabei den exakt gleichen Produktionsweg durchlief wie alle anderen Premium Chairs: „Die entscheidenden Schlüsselkomponenten des Sessels wie Hauptrahmen, Wetterschutz-Haube und Technik produzieren wir in Telfs. Die Schaumstoff-Leder-Sitzflächen werden bei einem Unternehmen, das als Automobil-Zulieferer bekannt ist, exakt nach den Wünschen von Leitner vernäht. Schaumstoff und Leder sind dabei über ein eigenes System verbunden, das höchste Passgenauigkeit garantiert und sicherstellt, dass sich die Ledernähte als individuelles Gestaltungsmerkmal sehr gut wahrnehmen lassen.“

In der Fließbandmontage in Telfs wurden die vormontierten Bauteile dann händisch angebracht und mit Werkzeugen, die auch in der Automobilindustrie Verwendung finden, verbunden. Dabei zeichnet ein intelligentes Schraubsystem alle verwendeten Schrauben per Computer auf. Ein Vergessen von notwendigen oder sicherheitsrelevanten Teilen lässt sich so ausschließen – bei einer Million Schrauben, die insgesamt pro Jahr in Telfs alleine an Sesseln angebracht werden, ein relevanter Sicherheitsaspekt. 

Produziert werden die Sessel in zwei Schichten. Pro Montageband arbeiten sechs Mitarbeiter. Insgesamt dauert es rund zwölf Stunden, bis ein Premium Chair fertig montiert ist. Bei einer ganzen Sitzserie vergehen rund zwei Monate von der Auftragserteilung bis zur Auslieferung der Produktion.

Der inzwischen fertiggestellte TirolBerg-Sessel ist der ganze Stolz der Leitner-Telfs-Crew. Er bleibt bis Ende Jänner im Werk und wird dann nach St. Moritz geliefert, wo vom 6. bis zum 19. Februar 2017 die Alpine Ski WM stattfindet. Dort steht er im TirolBerg im Kleinen für einen Gedanken, der in Tirol auch im Großen für die kommenden Jahre bestimmend sein wird, nämlich den Premiumgedanken zu leben – im Tourismus und im Sport genauso wie in der Wirtschaft. 

Michael Messner und Johannes Praxmarer

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