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Legenden treffen Rookies

Ischgl Banked Air 3. bis 8. April

Legenden treffen Rookies

sport.tirol sprach in Ischgl mit Snowboard-Größen, wie Terje Håkonsen, Max Plötzeneder oder Steve Gruber und mit Nachwuchsfahrern.

Text: Eva Schwienbacher, Bild: Stefan Voitl

Beim neuen Snowboard-Contest Ischgl Banked Air ließen vergangene Woche Legenden und Nachwuchsfahrer der Szene den Sport hochleben. Junge Rider konnten ihre großen Vorbilder treffen und mit ihnen und gegen sie fahren. Über ein Generationentreffen genau 25 Jahre nach der ersten Snowboard-WM. 

Fabian hat sich auf einen der Sitzsäcke fallen gelassen. Dahinter steht irgendwo sein Papa und quatscht mit einem der Fahrer. Sein Platz bietet den perfekten Überblick über den Kurs vom Start bis ins Ziel. Eine XXL-Snowboardbrille verdeckt Fabians halbes Gesicht. Der Rest glänzt von der Sonnencreme, die an diesem Frühlingstag unentbehrlich ist. 

Die Stimme des Kommentators schallt aus den Lautsprechern und übertönt den Snowboard-Sound aus den 90ern. „Snowboarder sind wie Wein. Im Alter werden sie besser“, ist nur einer der vielen Sager, die zu hören sind. Der Kurs befindet sich mitten im Ischgler Skigebiet im Velill-Park oberhalb der Idalp. Auf den Pisten herrscht normaler Skibetrieb – Kinder kurven ihrem Skilehrer nach. Das Event ist allerdings eine Welt für sich. 

Immer wieder nimmt Fabian einen Schluck Energy Drink aus einer schmalen Dose – so wie es die Großen um ihn herum machen. Der Zwölfjährige genießt es, inmitten seiner Idole zu sein, zu denen er nicht nur wegen seiner Größe aufschaut. Wie sie möchte auch er irgendwann groß rauskommen.

Beim Banked Air in Ischgl trifft der zwölfjährige Fabian seine Idole.

Bekannte Rider, neues Format

Es ist der Finaltag des allerersten Banked Air in Ischgl. Das fünftägige Event, das genau 25 Jahre nach den ersten ISF Snowboard-Weltmeisterschaften in Ischgl stattfindet, erreicht an diesem Tag seinen Höhepunkt. Und das Wetter ist ganz auf der Seite der Veranstalter des neuen Contests: Die Idee hinter Banked Air ist, Snowboard-Stars der 1990er Jahre mit Nachwuchsfahrern zusammenzubringen. Und in der Tat, das Who‘s who der Szene ist in Ischgl dabei: von Local Heroes wie Max Plötzeneder, Steve Gruber von den Ästhetikern oder dem dreifachen Air & Style-Gewinner Stefan Gimpl bis hin zu der Snowboard-Legende Terje Håkonsen aus Norwegen (siehe Interview)

Snowboard-Legende Terje Håkonsen als Speaker 

Ästhetiker Steve Gruber beim Banked Air in Ischgl

Das Konzept: Speed, Sprünge, Style 

Das Format besteht aus zwei verschiedenen Bewerben. Beim 90s Invitational Banked Air treten geladene Nationenteams aus Europa, USA und Kanada, bestehend aus mindestens fünf Fahrern, davon eine Frau, gegeneinander an. Die jüngste Teilnehmerin bei Banked Air ist zwölf, der älteste 53 Jahre alt. Der Open Crew Banked Air, der an den letzten zwei Contest-Tagen stattfindet, ist offen für alle.

Der 700 Meter lange Kurs orientiert sich am Banked Slalom, wobei eine Strecke mit Steilkurven möglichst schnell und flüssig bewältigt werden muss. Auch beim Banked Air geht es um die Zeit – aber nicht nur. Vor den Steilkurven sind zusätzlich vier Hips (spezielle Kicker) eingebaut. Auch Air Time und Style fließen in das Endergebnis ein. Denn die Fahrer können sich Zeitgutschriften holen. Zum einen gibt es bei Sprüngen für die Zeit in der Luft (Air Time) Zeitabzüge. Außerdem bewerten Judges den Style der Fahrer, wodurch diese ebenso ihre Laufzeit verbessern können. An den Brettern sind eigene Chips zur Zeitmessung angebracht.

Ischgl Banked Air

Das neue Contestformat kombiniert Speed, Style und Sprünge.

An Tag eins und Tag zwei der Veranstaltung (da fanden die Eröffnungsparty und Trainings statt) schaute auch der bekannte Tiroler Freestyler Max Plötzeneder (47) in Ischgl vorbei. Aus Zeitgründen zwar nicht als Teilnehmer, dafür aber um als Snowboard-Vorreiter in Österreich die Anfänge des Sports zu feiern. Von Mitte der 1990er Jahre bis zum Jahr 2000 war Max Plötzeneder als Profi aktiv, 1993 ging er auch in Ischgl an den Start. Er begann mit dem Snowboarden, als die Sportart aus Amerika in Europa noch nicht Kult, sondern exotisch war. 

„Wir waren eine kleine, eingefleischte Clique von 20 bis 30 Fahrern, die täglich zum Snowboarden auf die Innsbrucker Seegrube fuhr“, erzählt er. Und wie immer, wenn etwas Neues kommt, gab es natürlich Befürworter und Gegner. „Wir sind froh und dankbar, dass es bereits damals Skigebiete wie Ischgl gab, die an das Snowboarden glaubten und es unterstützten.“

Wie viele kam Plötzeneder übers Skaten zum Snowboarden. „Mit zwei Beinen auf einem Brettl – das war endlich eine Möglichkeit, das Skateboarden auch im Winter zu leben“, erzählt er. Jahrelang hat Max Plötzeneder fürs Snowboarden gelebt. „Es war unser Lebensstil, fast ein bisschen Fanatismus“, sagt er. Heute führt er ein komplett anderes Leben und arbeitet als Prozessingenieur in der Pharmaindustrie. „Snowboarden spielt immer noch eine wichtige Rolle. Am Wochenende bin ich am Berg und ich fahre auch gerne zu Events.“ Am Banked Air schätzt er, dass durch das spezielle Format jeder – egal ob jung oder alt – zeigen kann, was er draufhat und Spaß im Vordergrund steht.

Chef-Organisator Klaus Marko

Andreas Steibl (Geschäftsführer Tourismusverband Paznaun - Ischgl) und Max Plötzeneder bei der Eröffnung des Banked Air © Matt McHattie

Und genau das war auch das Ziel der Organisatoren, erzählt Chef-Organisator Klaus Marko. „Stars von früher, wie ein Terje oder ein Steve Gruber, können hier ihre Erfahrungen auspacken. Deshalb haben wir etwas gebaut, wo sie simple Airs machen können, aber trotzdem hoch gehen können.“ Es wurde viel Zeit in die Einladung der Fahrer investiert. Denn wie Max Plötzeneder haben nun viele der Fahrer einen komplett anderen Job oder Familie. Insgesamt sind 80 Fahrer dabei. „Und eine überwältigende Anzahl von Leuten hat für nächstes Jahr zugesagt“, so Marko.

Besonders stolz ist man auf einen Gast, der mittlerweile selbst dreifacher Familienvater ist, und bei dem es bis kurz vor dem Event unsicher war, ob er tatsächlich kommen würde: Terje Håkonsen, einer der erfolgreichsten europäischen Snowboarder der Geschichte. Beim Banked Air ist er im Team „EuroAir’“ und steht am heutigen Renntag mit den Schweizern im kleinen Finale. „Ich möchte eine gute Zeit verbringen und ein paar von den anderen da draußen schlagen“, sagt Håkonsen. Zwischen den Läufen kommentiert er die Runs der anderen Fahrer.  

Superstars und junge Rider

Die Stimmung ist nicht nur super, wenn Håkonsen am Mikrofon ist. Viele sagen, es sei wie ein Klassentreffen, bei dem man alte Freunde endlich wiedersieht. Nur dass unterschiedliche Jahrgänge dabei sind. Der Salzburger Mathias Weissenbacher (26, Halfpipe, Slopestyle und Big Air), der bis letztes Jahr für den ÖSV fuhr und seit heuer Filmfahrer ist, sagt: „Es ist cool, dass man gegen die Fahrer antreten darf, die man bewundert.“ Was er zu diesem Zeitpunkt noch nicht weiß, ist, dass er seine Idole im Finale sogar übertreffen wird (siehe Endergebnisse am Ende). 

Der Salzburger Mathias Weissenbacher holt sich mit seiner Crew "Austria Air" den Sieg.

Im Unterschied zu seinen Vorbildern, den Fahrern aus den 90ern, verbesserte Weissenbacher sein Können nicht hauptsächlich auf selbst gebauten Kickern, sondern lernte das Snowboarden von der Pieke auf. Er besuchte die Skiakademie in Schladming, Sportzweig Snowboard. Nach einigen Jahren im Wettkampfsport und im Österreichischen Nationalteam merkte der Salzburger, dass immer mehr Junge nachkamen, die „megaviel draufhaben“ und entschied sich schließlich, mit den Bewerben aufzuhören und in die Filmbranche einzusteigen.

Ästhetischer Sport

Zu Mathias‘ Helden zählen: „Natürlich der Terje, aber auch die ganzen Österreicher, die den Sport vorangetrieben haben.“ An allererster Stelle sind die Ästhetiker – die bekannteste heimische Snowboard-Crew – zu erwähnen, die heute gegen Mathias‘ Team im großen Finale stehen. Bei den Ästhetikern handelt es sich um eine Gruppe Snowboard-Begeisterter, die 1993 eine Clique gegründet haben, die nicht nur den Sport, sondern auch eine gemeinsame Lebenseinstellung teilen. Die Freunde haben sich Ästhetiker genannt, „weil der Name ausdrückt, was uns am Snowboarden wichtig war – der Style – und weil er außergewöhnlich war“, erzählt der Wahltiroler und Ästhetiker-Urgestein Steve Gruber (41). 

Die Crew brachte eine Reihe von erfolgreichen Snowboard-Profis hervor und ebnet heute den Jungen mit Nachwuchs-Events den Weg. Was sich aus der Sicht von Steve Gruber am meisten im Sport verändert hat? „Die Jungen nehmen es zum Teil ernster, es gibt mehr Konkurrenz. Bei den Sprüngen, die man heute macht, kann man sich nicht einfach aufs Brett stellen und losfahren, man muss dem Ganzen physisch gewachsen sein. Nach wie vor aber respektiert man sich gegenseitig und gönnt dem Anderen den Erfolg.“ 

Steve Gruber, der 1998/1999 Vizeweltmeister in der Halfpipe wurde, steht heute nicht mehr ganz so oft am Brett wie früher – es sind zwischen 80 und 100 Tage im Jahr, sagt er. Und nach einem Run in Ischgl gesteht er: „Man spürt es jetzt schon etwas mehr in den Knien. Das war früher nicht der Fall.“ Auch Steve Gruber hatte in seinen Anfangsjahren Idole. „Es sind im Jahr zirka zwei neue Snowboard-Filme rausgekommen. Wir haben die VHS-Kassetten sooft hintereinander angeschaut, bis die Filme flimmerten.“ 

Alt, aber gut

Längst hat Steve Gruber selbst zahlreiche Fans. Einer davon ist Fabian, der immer noch von seinem Sitzsack aus die Runs verfolgt. Der Junge aus Norddeutschland fährt Snowboard seit er drei Jahre alt war. Seine Eltern, selbst leidenschaftliche Snowboarder, brachten ihn dazu. Fabian nimmt mittlerweile seit fünf Jahren selbst an Contests teil. Dafür nehmen es seine Eltern in Kauf, hunderte von Kilometern ins Zillertal zu fahren, wo jährlich das Amateur-Event Välley Rällye der Ästhetiker stattfindet. Mama und Papa fahren überall mit ihm hin, weil es dem Sohnemann Spaß macht und weil er dort wertvolle Tipps von seinen Idolen bekommt: „Die Ästhetiker haben das Snowboarden erfunden. Sie sind zwar alt, aber immer noch gut“, sagt der Zwölfjährige. Und wer weiß, vielleicht darf er ja eines Tages selbst gegen sie antreten.

Terje Håkonsen im Gespräch

„Es passierte einfach“

Der Norwerger Terje Håkonsen ging 25 Jahre nach seinem WM-Sieg in Ischgl mit dem Team „EuroAir’“ an den Start und holte sich die Overall-Wertung und auch den Style Award der Judges. Bevor es am Finaltag auf den Berg ging, haben wir mit der Snowboard-Legende über seine Anfänge und seinen Tirol-Bezug gesprochen.

Terje, kannst du von deinen ersten Snowboard-Versuchen erzählen? Terje Håkonsen: Mein Nachbar hatte ein Snow-Surfboard, die es aus irgendeinem Grund auch an unserer Schule gab und einfach als eine Art Schlitten benutzt wurden. Über ein paar Jungs, die ein Snowboard hatten, probierte ich es zuerst in einem Skigebiet. Doch das Brett und die Bindung waren einfach zu groß für mich. Dann versuchte ich es im Tiefschnee, wo es egal ist, wenn die Bindung etwas lockerer ist. Und das war einfach nur wow! Das war 1988. Ich fuhr in dieser Zeit auch sehr viel Ski Alpin, ging aber auch oft Freeriden und Springen. Aber das Snowboarden war dem Surfen ähnlicher, es bat mehr Möglichkeiten für Tricks und das Equipment war bequemer. Der Umstieg war leicht für mich. Mein Dad mochte es aber anfangs nicht. 

Warum? Naja, er hatte damals sehr viel Geld in meine Karriere als Skifahrer investiert und er ist der Chef-Typ. Aber dadurch, dass ich mein erstes Snowboard selbst kaufte, war es okay. Ich gewann dann auch bei Contests Equipment und wurde später gesponsert. Nach ein paar Jahren sagte er nichts mehr. 

Was war dein erstes Brett? Es war ein Burton Elite 150.

Terje Håkonsen beim Interview in Ischgl vor den finalen Runs.

Hattest du in dieser Zeit Idole? In der ersten Zeit nicht, da ich einfach zu wenig über den Sport wusste. Als der lokale Sport-Shop Snowboard-Videos und -Magazine verkaufte, kam ich mit Terry Kidwell und Craig Kelly in Berührung. Ich hatte das Glück, zwei Jahre später Craig Kelly in Norwegen zu treffen und mit ihm gemeinsam zu fahren. Er hatte sicher Einfluss auf mich, aber irgendwie alle Größen aus jener Zeit. Und wenn man jung ist, versucht man immer, andere Leute zu kopieren oder es sogar besser zu machen. 

Hast du jemals daran gedacht, mit dem Snowboarden dein Geld zu verdienen? 
Dass ich Snowboard-Profi wurde, passierte einfach. Ich habe nie wirklich darüber nachgedacht. Beim ersten internationalen Contest, da war ich 15 Jahre alt, sah ich nur das Potenzial, dass ich vielleicht nicht aufs College musste. (lacht) Der Rest kam von allein. Ich denke, dass das bei den meisten so ist. Entweder du bist gut oder eben nicht. 

Glaubst du, dass eine Karriere wie die deine heute noch möglich ist? Das Snowboarden ist sehr vielseitig. Es gibt etwa Freestyle, Slopestyle, Freeriden, Boardercross, Banked Slaloms, man kann als Filmfahrer aktiv bleiben ... Und man kann den Sport lange ausüben. Ich kann zum Beispiel immer noch Quarterpipes fahren, das ist ja nur ein Sprung. Auch Halfpipe ist möglich. Aber da kann ich nicht mehr wirklich mit den anderen mithalten, da es jetzt zu akrobatisch ist. Aber wenn es um Geschwindigkeit und Powder geht, kann ich mithalten. Wenn man es intelligent genug angeht, kann man eine lange Karriere haben. Zahlreiche Snowboarder, die über 40 sind, fahren immer noch viel, als Profi oder als Guide. Bei einem Banked Slalom, an dem ich heuer teilnahm, waren alle Fahrer in den Top 5, bis auf einen 29-Jährigen, vierzig oder älter. Ich fahre oft gegen 20-Jährige – die Fahrer sind gleich alt wie mein Sohn. 

"Wenn man jung ist, versucht man immer, andere Leute zu kopieren oder es sogar besser zu machen." Terje Håkonsen 

Wie viel Zeit im Jahr verbringst du am Brett? Nicht mehr ganz so viel, da ich viele andere Sachen mache, wie Powsurfing – also Snowboarden ohne Bindung. Ich versuche nicht immer dasselbe zu machen, damit es nicht eines Tages langweilig wird. Aber ich schätze, dass es zwischen 50 bis 60 Tagen in der Saison sind. Ich skate und surfe aber auch – stehe also oft schräg mit zwei Beinen auf einem Brett. (lacht)

Was hältst du vom Banked Air? Es gibt viele verschiedene Konzepte. Banked Air wird funktionieren und Spaß machen. Jetzt ist es eine Testphase, was auch notwendig ist. Dann kann man vielleicht immer noch etwas am Kurs ändern. Aber ich denke, es ist ein cooles Konzept. Es geht nicht nur um Akrobatik. Denn viele Slopestyle-Fahrer verbringen heute sehr viel Zeit auf Trampolinen anstatt auf dem Brett. Bei diesem Konzept ist man am Berg und muss ein Brett auch fahren können. 

Da sind wir auch schon bei den Veränderungen zwischen deiner Generation und den jungen Fahrern von heute. Was sind deiner Ansicht nach die größten? Auch bei uns gab es bereits Trampoline, aber wir verwendeten sie nicht so häufig. Jetzt gibt es Freestyle-Akademien auf der ganzen Welt. Die Jungen können die Tricks zuerst lernen und dann am Schnee ausüben, wir mussten alles im Schnee lernen. Heute sind es einfach mehr Leute, es gibt mehr Konkurrenz. Heute stecken die Fahrer vielleicht mehr Zeit in den Sport. Und es fließt auch mehr Geld in den Sport. Es gibt auch Konzerne, die den Sport vorantreiben. Die Teams sind besser betreut, haben etwa einen Arzt. Aber Actionsport ist immer Hardcore. Du musst einfach professionell sein. 

1993 hast du die WM in Ischgl gewonnen. Was ist generell deine Verbindung zu Tirol? Einer meiner Hauptsponsoren, Burton, hat sein europäisches Headquarter in Innsbruck. Deshalb verbrachte ich sehr viel Zeit hier. Es gibt viele Gletscher, wie den Hintertuxer Geltscher, Sölden oder das Kaunertal – ich war viel in dieser Region. Bereits 1991 wurden die Europameisterschaften in Ischgl ausgetragen, die mir zusammen mit dem Weltcup 1992 besonders in Erinnerung blieben. Es gab eine sehr gute Anlage und 1992 waren die ganzen Amerikaner hier und ich gewann. Das war sehr speziell für mich. Ischgl hat sich definitiv sehr früh zum Snowboarden bekannt. Die ganze Gegend hier ist toll. Es ist unglaublich, wie viele Leute hier am Berg unterwegs sind, aber das ist cool.

In welche Richtung, glaubst du, wird sich der Sport weiterentwickeln? Ich hoffe, dass der Sport nicht von Leuten diktiert wird, die selbst gar nicht snowboarden – so wie es bei Wettbewerben leider oft der Fall ist. Es gibt so viele verschiedene Aspekte beim Snowboarden und jede Disziplin wird sich in eine eigene Richtung entwickeln. Daher ist das eine große Frage und ich möchte nicht alle in eine Kategorie stecken. Aber es tut sich viel. Es gibt Powder-Snowboards, Splitboards ... Viele Leute gehen mit dem Brett auf Tour. Es gibt sehr viele Nachwuchs-Events – wie auch das Banked Air. Und so lange es Schnee gibt, wird es Snowboarder geben. (lacht)

Und was hast du dir für heute vorgenommen? Ich möchte eine gute Zeit verbringen und ein paar von den anderen da draußen schlagen. 

Vielen Dank für das Gespräch. 

Banked-Air-Resultate: Österreicher gewinnen

Das Snowboard-Event Banked Air, das von 3. bis 8. April 2018 in Ischgl Premiere feierte und vom Tourismusverband Paznaun – Ischgl und der Silvrettaseilbahn AG mitorganisiert wurde, war ein voller Erfolg für die österreichischen Teams: Gewonnen hat das Team „Austria Air“ mit Mathias Weissenbacher, Marc Swoboda, Werni Stock, Tini Gruber, Michael Macho, Tom Tramnitz und Alex Walch. Die Ästhetiker Crew landete auf dem zweiten Platz. Im Team mit dabei waren Gigi Rüf, Steve Gruber, Rudi Kröll, Stefan Gimpl, Roli Tschoder, Wolle Nyvelt und Sandy Kröll. Terje Håkonsen gewann die Overall-Wertung und auch den Style Award der Judges. Den Air Time Award holte sich der Österreicher Alex Walch, der die höchsten Sprünge zeigte und somit am meisten Air Time sammelte. Elena Könz aus der Schweiz war die Sensation des Tages und landete unter allen Teilnehmern auf dem dritten Platz der Air-Time-Wertung. Den schnellsten Run des Tages zeigte der Österreicher Matthias Weissenbacher.

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