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Profi-Rider in Innsbruck

Crankworx Innsbruck 21. - 25. Juni

Profi-Rider in Innsbruck

Darren Kinnaird, Manager der Crankworx World Tour, im Interview

Text: Daniel Feichtner

In Kürze geht die Crankworx World Tour – das weltweit größte Gravity Mountainbike Festival – zum ersten Mal in Innsbruck über die Bühne. Darren Kinnaird, General Manager von Crankworx, stellt das Format vor und berichtet, was der neue vierte Stopp in Tirol für die Rider bedeutet.

Was genau ist Crankworx?
Darren Kinnaird: Crankworx ist das ultimative Gravity Mountainbike Festival, also aller Mountainbike-Disziplinen, bei denen die Wettkämpfe bergab ausgetragen werden. Es bringt die Pro-Rider aus dem breitesten Spektrum der Disziplinen zusammen – in einem Rahmen, in dem jeder Fan die Helden seines Sports live erleben oder sogar gemeinsam mit ihnen an den Start gehen kann. 

Wie ist Crankworx als Event und als Wettkampf entstanden?
Crankworx hat seinen Anfang als Freestyle-Wettbewerb im „Whistler Mountain Bike Park“ in Kanada genommen. Im Laufe der Zeit ist die Veranstaltung immer weiter gewachsen. Schließlich wurde daraus ein zehntägiges Festival, das live übertragen wird und jeden August bis zu 300.000 Besucher nach Whistler bringt. Mit der weltweit wachsenden Fangemeinde ist daraus vor zwei Jahren die World Tour geboren worden. Seither bringt uns Crankworx nach Rotorua in Neuseeland, nach Les Gets in Frankreich und diesen Juni zum ersten Mal auch nach Innsbruck, vor dem großen Finale in Whistler.

Darren Kinnaird

"Wir freuen uns ganz gewaltig darauf, in Innsbruck zu sein. Immerhin liegt dort eines der Freestyle- und Action-Sport-Epizentren. (...) Für uns ist Innsbruck der perfekte vierte Stopp." 

Götzner Trail im Bikepark Innsbruck © TVB Innsbruck / Tommy Bause

Was macht Crankworx so besonders?
Crankworx ist ein Mekka für Leute, die das Mountainbiken lieben. Es ist die perfekte Gelegenheit, um am Expo und Demo Areal einen Blick auf die neueste Ausrüstung zu werfen, Bikes zu testen, natürlich den besten Sportlern dabei zuzusehen, wie sie sich messen, und schließlich die Profis kennenzulernen, die soeben einen der größten Events gewonnen haben. Gerade was das angeht, ist das Format einzigartig: Es gibt keine Trennung zwischen den Pros und den Kids oder den Amateursportlern oder den Zusehern. Für alle, die das Biken lieben, ist Crankworx die Veranstaltung schlechthin.

Was bedeutet Crankworx für die Mountainbike-Community?
Das ist etwas, über das wir unsere Fans entscheiden lassen. Die Bike-Community ist unsere Heimat und wir tun nichts lieber, als dieser Gemeinschaft rund um die Welt beim Wachsen zu helfen.

Wie werden die Gewinner von Crankworx gekürt?
Crankworx besteht aus vier Serien-Events und einem die ganze Saison andauernden Wettkampf um den Titel Queen oder King of Crankworx. Pro Wettbewerb in jeder Disziplin sammeln die Teilnehmer Punkte, um sich als weltweit bester oder beste Allround-Gravity-Mountainbiker bzw. -bikerinnen zu behaupten. Der Weg aufs Treppchen unterscheidet sich dabei aber von Disziplin zu Disziplin. Zum Teil geht es darum, als erster ins Ziel zu kommen wie beim Downhill- oder Enduro-Rennen. Bei den Freestyle-Sportarten wie beim Slopestyle vergeben die Wettkampfrichter Punkte und entscheiden so über den Sieger. Außerdem bringen wir unsere eigene Sportart mit: Dual Speed & Style. Das ist ein Bewerb, bei dem die Teilnehmer ihr Können auch bei Tricks demonstrieren und dafür Punkte von den Richtern erhalten. Die Herausforderung liegt darin, die richtige Balance zwischen Geschwindigkeit und Stil zu finden. Dadurch holen sich bei manchen Rennen die Freestyler den Sieg und andere Male diejenigen, die auf Rennen spezialisiert sind.

Eindruck aus Rotorua

Solche spektakuläre Sprünge und Tricks wie im neuseeländischen Rotorua werden die Rider auch in Innsbruck zeigen.

 © Crankworx

Und was gibt es – abseits von Ruhm und Ehre – zu gewinnen?
Der höchstdotierte Preis ist die Triple Crown of Slopestyle – mit 50.000 kanadischen Dollar (33.250 €). Alle vier Stationen, auf denen die Teilnehmer um den Preis kämpfen, werden live auf Crankworx.com, Pinkbike.com und Red Bull TV übertragen. Für die Titel King und Queen of Crankworx bekommen die Sieger bzw. Siegerinnen jeweils 25.000 kanadische Dollar (16.600 €), die Preisgelder für die Serien-Events sind gestaffelt. Den Gewinnern der Crankworx Pump Track World Tour winken 5.000 Dollar (3.300 €), ebenso wie dem Dual Speed & Style World Tour Champion. 10.000 Dollar (6.600 €) gibt es für den Sieg in der Crankworx Downhill World Tour, weil in diesem Bewerb die meisten Rennen gefahren werden. Und wer den Toursieg in der Königsdisziplin – dem Slopestyle – davonträgt, der darf außerdem 25.000 Dollar (16.600 €) mit nach Hause nehmen.

Was muss eine Location bieten, um Crankworx austragen zu können?
Das ist einfach: eine hervorragende Bike-Community, großartige Trails und eine solide, bikefreundliche Atmosphäre. 

Warum ist die Wahl speziell auf Tirol gefallen?
Wir freuen uns ganz gewaltig darauf, in Innsbruck zu sein. Immerhin liegt dort eines der Freestyle- und Action-Sport-Epizentren. Innsbruck hat nicht nur gerade den neuen Bikepark Innsbruck gelauncht, sondern bringt auch superviel Erfahrung in der Ausrichtung von Sportgroßevents mit, die auch weltweit übertragen werden. Für uns ist Innsbruck der perfekte vierte Stopp.  

Was bedeutet der Event für Tirol – und was bedeutet Tirol für den Event? 
Für uns ist Tirol eine entscheidende vierte Station, die Gravity-Ridern aus der ganzen Welt zusätzliche Möglichkeiten geben wird, auf einem Elite-Level gegeneinander anzutreten. Es bietet den Teilnehmern eine vierte Chance, sich die drei Siege zu sichern, mit denen sie die Triple Crown erobern können. Außerdem verlängern wir so unseren Europa-Aufenthalt, wodurch sowohl die Rider als auch die Fans noch tiefer in ihren Sport eintauchen können.

Darren Kinnaird

Crankworx in Rotorua

Gibt es Pläne, Tirol zu einem fixen Teil der jährlichen Tour zu machen?
Ja, wir haben bereits eine Zwei-Jahres-Vereinbarung für 2017 und 2018 getroffen. Unseren Drei-Jahres-Vertrag mit Rotorua haben wir bereits auf zehn Jahre verlängert. Wir wissen zwar nicht, was die Zukunft bringt, aber wir bleiben gerne an den Orten, an denen wir sind. 

Wie viele Teilnehmer aus wie vielen Nationen gehen diesmal an den Start?
Bei den meisten neuen Events sind zwischen rund 500 bis 600 Fahrer mit dabei. Die Herkunft der Athleten ist meistens eher eventspezifisch, aber auch sehr breit gefächert. Sie kommen aus der ganzen Welt – von Kolumbien bis Italien und von Australien und Neuseeland bis Tschechien. 

„Wir freuen uns ganz gewaltig darauf, in Innsbruck zu sein. Immerhin liegt dort eines der Freestyle- und Action-Sport-Epizentren.“ Darren Kinnaird

Gibt es bekannte Namen, die mit dabei sein werden?
Jede Disziplin hat ihre Stars. Das Line-up der Rider, die sich für einen Event eingetragen haben, ist noch im Entstehen. Die erste Chance, die Namen und Gesichter für Innsbruck kennenzulernen, die sich in Innsbruck messen werden, wird es auf der offiziellen Crankworx-Homepage geben. 

Wie sieht die Mountainbike-Szene Tirol generell? Ist das Land eine bekannte Location in der Community?
Die Sportart ist gerade dabei, sich in der Region zu verbreiten. Dementsprechend freuen wir uns besonders darüber, zur Speerspitze dessen zu gehören, was sich sicher bald zu einer großen Community entwickeln wird. Bergsport an sich ist ja bereits sehr etabliert in Innsbruck. Nicht umsonst ist es die Heimat von Kletter-Weltmeisterschaften und dem Air and Style Festival. Wir sind uns sicher, dass unser Sport in einer so jungen Stadt beste Voraussetzungen hat, abzuheben.

Gibt es Tiroler Athleten, die in der Szene einen Namen haben?
Bislang noch nicht. Einige unserer großen Stars kommen aus Deutschland, Frankreich, Italien, und der regierende King of Crankworx Tomas Slavik ist Tscheche. Österreich steht da noch eher am Anfang. 

Wie viele Zuseher zieht Crankworx in Kanada und an den anderen Veranstaltungsorten in der Regel an?
In Whistler sind es 300.000 Zuseher über den Zeitraum von zehn Tagen. In unseren kleineren Locations variiert es ein wenig – aber in Rotorua waren, konservativ geschätzt, mehr als 30.000 Zuschauer dabei. 

"Wir sind uns sicher, dass unser Sport in einer so jungen Stadt beste Voraussetzungen hat, abzuheben."

Und zum Schluss: Gibt es Insider-Tipps für alle, die in Tirol mit dabei sein und den Event zum ersten Mal besuchen werden?

Der beste Ort, um an Informationen zu kommen, sind unsere Webseite www.crankworx.com und Social-Media-Kanäle: die Videoplattformen CWX TV, YouTube sowie Facbook, Instagram und Twitter – und schaut euch auch unseren Newsletter an. Wir lieben die direkte Connection zu unseren Fans und wollen sichergehen, dass alle die Möglichkeit haben, die Athleten kennenzulernen, die an Crankworx teilnehmen, bevor sie an den Start gehen.

 Vielen Dank für das Gespräch.

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