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Die wunderbare Welt der Kufen

 

Die Tirol Werbung und der Österreichische Rodelverband

„Sie liefen durch den Schnee auf den Berg, setzten sich auf breite, flache Schilder, stießen sich ab, und sausten runter.“ Bitte gut festhalten, die soeben beschriebene Szene hat wohl Plutarch schon beobachtet und dokumentiert. Das geschah ums Jahr 100 nach Christus, als der griechische Schriftsteller wohl auf das Germanische Volk der Kimbern traf. Im Alpenraum dienten Rodelschlitten schon vor Jahrtausenden als Transportmittel für Heu, Holz, oder auch Personen, so auch in Tirol. Gut möglich, dass es Rodeln bereits seit Anbeginn der Fortbewegung auf Schnee gibt. Die Kufen sind wohl enger mit der Tiroler Geschichte verbunden, als den Meisten bewusst ist. 

(c) ÖRV

(c) ÖRV/ Eugen Eslage



Vom Arbeits- zum Sportgerät

Zu einer eigenständigen Wintersportart entwickelt sich das Rodeln erst 1700 Jahre nach Plutarchs Begegnung mit den Germanen: Anfang des 19. Jahrhunderts werden die klassischen Disziplinen auf Kunsteis- und Naturbahn populär. Die erste Rennrodel Weltmeisterschaft fand 1955 in Oslo statt, der Weltcup wird seit 1977 ausgerichtet. Olympisch wurde das Rodeln im Jahr 1964. Besonders erfreulich: Die größten Kufenhelden kommen aus Tirol: Markus Prock, Leni Thurner, Doris und Angelika Neuner, Nina Reithmayer, und last but not least Andreas und Wolfgang Linger. Sie waren maßgeblich an den großen Erfolgen Österreichs beteiligt. Die Athleten des ÖRV konnten bislang 81 WM-Medaillen holen, bei olympischen Spielen standen sie 19 Mal am Podest. Neben den Skirennläufern sind sie die erfolgreichsten Wintersportler Tirols. Und die jungen Wilden wie Wolfgang Kindl, Peter Penz und Georg Fischler sind schon jetzt heiß auf die Heim-WM 2017.

Nervenkitzel pur im Eiskanal


Sie sind verdammt schnell, diese Spitzenrodler. Sausen mit über 100 Kilometern pro Stunde durch den Igler Eiskanal! Dieser ist übrigens die einzige Kunstbahn in Österreich. Sie war mit den Winterspielen von 1964, 1976 und den YOG von 2012 drei Mal olympisch, zudem findet hier jährlich der Weltcup des Internationalen Rennrodelverbandes statt. 2017 wird in Innsbruck/Igls die Weltmeisterschaft gastieren. Auch andere Naturbahnen rauben einem den Atem: Die Weltcupstrecke in Hochfügen, die Rennstrecken in Umhausen oder Oberperfuß - Dank all dieser hervorragenden Infrastruktur ist es nicht verwunderlich, dass die Kufen-Elite so prächtig gedeiht. Die Kooperation zwischen Tirol und dem ÖRV ist also goldrichtig. So erfährt die vielleicht älteste Wintersportart der Welt die öffentlichkeitswirksame Unterstützung, die dem Rodelsport zusteht.

(c) Tirol Werbung/ Erich Spiess

Tief in der Tiroler Kultur verwurzelt

„Sie liefen durch den Schnee auf den Berg, setzten sich auf breite, flache Schilder, stießen sich ab, und sausten runter.“

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