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Astana-Doppelsieg in Folgaria

Tour of the Alps 2018

Astana-Doppelsieg in Folgaria

Zoidl bester Österreicher

Astana-Profi Pello Bilbao gewann die Auftaktetappe der Tour of the Alps 2018, die über 134,6 Kilometer von Arco nach Folgaria führte. Der Spanier hatte am Schlussanstieg die entscheidende Attacke lanciert und im Alleingang das Ziel in Folgaria erreicht, womit er auch die Gesamtwertung übernahm. Platz zwei ging an Luis Leon Sanchez - er komplettierte das starke Auftaktergebnis für Astana! Der kolumbianische Jungstar Ivan Ramiro Sosa (Androni Sidermec) komplettierte als Dritter das Podium. Tour-de-France-Seriensieger Chris Froome wurde mit zehn Sekunden Rückstand Fünfter.

Der 134 Kilometer lange Abschnitt zwischen Arco und Folgaria war vor allem für Kletterer perfekt, was Fahrern wie Bilbao und dem Briten Froome entgegenkam. Nur sechs Kilometer vor dem Ziel endete die Bergwertung (2. Kategorie, 18 km) auf das Hochplateau von Folgaria. Bestplatzierter Österreicher war Riccardo Zoidl als 21. mit 1:07 Minuten Rückstand. „Mir ist es grundsätzlich sehr gut gegangen. Leider musste ich 500 Meter vor der letzten Bergwertung, als Christopher Froome attackierte, abreißen lassen und kam mit der zweiten Verfolgergruppe ins Ziel“, erklärte der frühere Gewinner der Österreich-Rundfahrt aus dem Team Felbermayr Wels. „Ich bin zufrieden mit meiner Leistung und werde sehen, wie die nächsten harten Tage verlaufen. Das Niveau bei der Tour of the Alps ist schon sehr hoch.“ Felix Großschartner z.B. büßte 2:16 Minuten ein und wurde als 34. klassiert. Der Bora-Kapitän hatte heuer schon mit starken Leistungen bei Paris - Nizza und der Baskenland-Rundfahrt aufgezeigt. Die fünf Gebirgsetappen sind für Großschartner und Co. ein Vorgeschmack auf die Italien-Rundfahrt im Mai, aber auch auf die Radweltmeisterschaft im Herbst. Denn das letzte Teilstück mit Ziel in Innsbruck führt teilweise über den WM-Kurs.

Daher absolvieren nicht nur die Stars wie Froome und Fabio Aru bei der Alps-Tour mit mehr als 13.000 Höhenmetern einen letzten Formtest vor dem Giro. Wobei Tour-de-France-Seriensieger Froome nach wie vor an zwei Fronten beschäftigt ist. Sportlich hat der Brite im Kampf gegen Aru, Thibaut Pinot und andere Topkletterer wie Miguel Angel Lopez nach bescheidenen Saisonleistungen ohne einen einzigen Top-Sechs-Platz gehörigen Aufholbedarf. Hinter den Kulissen arbeitet er mit seinen Anwälten weiterhin einen juristischen und sportmedizinischen Kampf gegen eine drohende Dopingsperre aus.

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