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  Kraft holte sich 60.000 Euro

Skifliegen

Kraft holte sich 60.000 Euro

Vikersund

Stoch sorgt für Spannung

  Wie heißt es denn so treffend? Der Wind, der Wind…..! Am letzten Tag des Skifliegens von Vikersund  führte das vielzierte ,,himmlische Kind“ jedenfalls kräftig Regie und wirbelte vor allem im Finaldurchgang das Klassement kräftig durcheinander. Und verhalf Stefan Kraft zumindest zum Gesamtsieg der erstmals ausgetragenen Raw-Air-Serie.

Denn Andreas Wellinger als Halbzeitspitzenreiter (242 m) musste im zweiten Durchgang schon nach 166 Metern zu Boden und rutschte auf Platz 18 zurück. Damit genügte Kraft der fünfte Rang mit 237,5 und 215 Metern um sich vor dem polnischen Tagessieger Kamil Stoch und dem Deutschen Wellinger den Siegerscheck über 60.000 Euro zu sichern. Bester Österreicher in diesem Skifliegen war Michael Hayböck (241,5/222,5 m) als Dritter hinter Stoch (238,5/237,0 m) und dem japanischen Altstar Noriaki Kasai (239,5/241,5 m).

Im Gesamtweltcup allerdings büßte Kraft einen Teil seines Vorsprung auf Stoch ein und führt vor den abschließenden beiden Skifliegen in Planica mit nur noch 31 Punkten vor dem Polen. Die übrigen vier Österreicher hatten mit dem Ausgang des Springens nichts zu tun – Markus Schiffner hatte den zweiten Durchgang überhaupt verpasst, Manuel Fettner (26.), Gregor Schlierenzauer (28.) und Neuling Stefan Huber (29.) landeten im geschlagenen Feld.

Der siegreiche Kamil Stoch fand nach dem Wettkampf große Worte, widmete seinen Sieg dem deutschen Konkurrenten Wellinger: ,,Es war ein verrückter Wettkampf. Im Skifliegen werden kleine Fehler sofort bestraft, das hat man drastisch gesehen. Aber ich freue mich dennoch sehr über meinen Sieg. Ich widme diesen aber Andreas Wellinger, der noch jung ist und heute bitter verloren hat.”

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