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Hayböck vor Comeback

Skispringen

Hayböck vor Comeback

Neue Eis-Spur am Bergisel

 Großer Showdown am Innsbrucker Bergisel – und das fast genau zwei Monate vor dem großen Springen am 4. Jänner, dem dritten Bewerb der Vierschanzentournee. Zwei Gründe gab es dafür – zunächst einmal das Comeback Michael Hayböck und dann die Premiere der neuen Eis-Spur im Anlauf.

Das Positive vorneweg – der Oberösterreicher ist nach seinem Bänderriss im Knöchel beim Weltcup-Auftakt der Skispringer von 17. bis 19. November im polnischen Wisla mit dabei. ÖSV-Cheftrainer Heinz Kuttin jedenfalls nominierte Hayböck nach gelungenem Test in das siebenköpfige Aufgebot, das von Weltcup-Sieger und Doppelweltmeister Stefan Kraft angeführt wird.

Hayböck hatte auf der Innsbrucker Bergiselschanze die ersten Sprünge nach seiner im Trockentraining auf Zypern erlittenen Blessur absolviert und zeigte sich erleichtert. „Ich bin mit gewissem Respekt auf die Schanze gegangen und bin jetzt schon sehr happy, dass ich drei Sprünge absolvieren konnte“, sagte Hayböck.Er wird nach einigen Tagen Pause („Das Gelenk braucht wieder etwas Ruhe“) noch eine Trainingseinheit auf einer Schanze absolvieren. Noch sei er von der Beweglichkeit im Gelenk etwas eingeschränkt, doch das werde in der kommenden Woche bis zum Start sicher besser, sagte der 26-Jährige.

Gregor Schlierenzauer dagegen muss sich bis zu seinem Comeback nach einem Seitenbandeinriss im Knie noch etwas gedulden. „Mein Fokus steht auf voller Ausheilung. Wann ich wieder tipptopp bin, steht noch in den Sternen“, sagte der Tiroler bei der Teampräsentation in Innsbruck. Er werde einsteigen, wenn er wieder völlig fit sei, sagte der Rekordgewinner im Weltcup.Die Wisla-Starter absolvieren unterdessen bis einschließlich Donnerstag den letzten Trainingskurs auf der neuen Eis-Spur der Bergiselschanze, die als erste Adaptierung für die Nordische WM 2019 vorerst einmal vom ÖSV finanziert wurde.ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel fand dafür durchaus kritische Worte. „Es ist eigentlich  nicht Aufgabe des Verbandes, Sportstätten zu bauen“, monierte Schröcksnadel. Um den Aktiven aber adäquate Trainingsmöglichkeiten zu bieten, hat der ÖSV 350.000 Euro in die „Kompaktspur“ investiert, die bereits auf fast allen Weltcup-Schanzen Standard ist. Im Vergleich mit anderen Anlagen wie etwa in Slowenien oder Polen hinke das Bergiselstadion aber weit hinterher“, kritisierte der Verbandschef.

ÖSV-Team für Weltcup-Auftakt in Wisla:
 Clemens Aigner, Manuel Fettner, Michael Hayböck, Daniel Huber, Stefan Kraft, Manuel Poppinger, Markus Schiffner

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