Sie befinden sich hier:
Großes Premieren-Spektakel

Klettern

Großes Premieren-Spektakel

Titel an Pilz und Schubert

Mit den Staatsmeisterschaften im Lead wurde die Wettkampf-Premiere im brandneuen Kletterzentrum in Innsbruck gefeiert.

Die favorisierten Jakob Schubert und Jessica Pilz holten sich bei toller Atmosphäre vor mehr als 1.000 Zuschauern souverän die Staatsmeistertitel. Außerdem wurden die österreichischen U20-Meisterschaften sowie ein U16-Austria-Cup ausgetragen. In der U16 gewannen Thomas Podolan und Julia Lotz die Meisterschaften. Laura Stöckler und Mathias Posch gewannen in der U20. Im Rahmen dieses KI-Opening-Wochenendes gab es außerdem einen Hobby-Wettkampf, eine offizielle Eröffnungsfeier und einen Tag der offenen Tür.

Nachdem 2017 bislang hauptsächlich Boulderwettkämpfe sowohl national als auch international das Geschehen dominierten, trafen sich gestern Samstag die besten Lead-Kletterer Österreichs im gerade eröffneten Kletterzentrum Innsbruck zu den Österreichischen Staatsmeisterschaften im Lead. Bei Herren und Damen fand sich ein hochkarätiges Starterfeld ein. Von den Favoriten fehlten verletzungsbedingt nur Magdalena Röck und Mario Lechner.

Zum Teil sehr spektakuläre Finalrouten sorgen für großartige Stimmung bei Zuschauern und den Athleten. Im Damenfinale zeigte Katharina Posch (Imst) nach einer für sie schwierigen Runde in der Qualifikation ihr Können und kletterte bis knapp unters Top. Damit lag die Latte für die nachfolgenden Starterinnen hoch. Christine Schranz (Landeck) und Hannah Schubert (Innsbruck) erreichten ihre Höhe nicht. Sandra Lettner (OÖ) unterlief ein entscheidender Fehler im unteren Drittel. Pilz stieg als letzte in die Route ein und schaffte es bis zum Top. Sie freute sich entsprechend: ,,Es war ein super Comeback nach meiner Verletzung, und ich freue mich, dass es so gut gelaufen ist. Es macht Spaß, wieder dabei zu sein. Der Wettkampf war stark besetzt und eine gute Standortbestimmung bevor es mit der EM in zwei Wochen auch international losgeht!" Auch Posch freute sich über ihre Leistung: ,,Ich bin sehr zufrieden mit meiner Vorstellung  im Finale. Jetzt kann ich optimistisch auf die internationale Vorstiegs-Saison blicken!"

Im Herrenfinale kletterten die Starter sukzessive höher. Als erster schaffte es der Olympiakader-Athlet Georg Parma (NÖ) in die schwierigste Passage unter dem Top-Griff. ,,Diese Meisterschaft  war für mich ein Wettkampf auf den ich besonders gespannt war, da ich mich bis dato speziell auf die Boulder Weltcups konzentriert hatte. Gleich in den ersten beiden Qualifikationsrouten gewann ich aber an Sicherheit und Selbstvertrauen, was mir im Finale dabei half, mein Bestes geben zu können. Heraus kam dabei der coolste "Fight" in einem Lead-Finale seit langem, in einer der besten Finalrouten eines nationalen Bewerbs."

Unter frenetischen Anfeuerungsrufen stieg anschließend der Innsbrucker Jakob Schubert in die Route ein. Mit einem dynamischen Zug holte er sich schließlich den Top-Griff und damit den Staatsmeistertitel, weil Max Rudigier zwar eine starke Darstellung bot, das Top aber nicht erreichte. Er wurde Zweiter vor Georg Parma. Schubert freute sich über die gelungene Premiere im Kletterzentrum Innsbruck: ,,Es hat einfach Riesenspaß gemacht. Es war ein super Wettkampf mit einer sehr coolen Finaloute. Dass es gerade bei der Eröffnungsfeier des neuen Kletterzentrums so gut klappt, freut mich besonders. Nach zwei für mich nicht zufriedenstellenden Boulder-Bewerben tut es gut, ein Erfolgserlebnis zu verbuchen!

Die Staatsmeisterschaften fanden im Rahmen des großen Opening-Wochenendes des Kletterzentrums Innsbruck statt. Kurz vor den Finalrunden wurde die Eröffnung offiziell gefeiert, zu den RednerInnen gehörten unter anderem KI-Geschäftsführer Reinhold Scherer, der Präsident des Alpensvereins, Andreas Ermacora und die Innsbrucker Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer. Der Präsident des Kletterverbands Österreich, Eugen Burtscher, würdigte in seiner Rede die gute Zusammenarbeit mit allen Beteiligten und hob hervor, dass sich Breiten- und Leistungssport in der Anlage optimal verzahnen: ,,Nach vielen Bemühungen von sehr, sehr vielen Personen stehen wir nun heute vor einer weltweit einzigartigen Kletteranlage, die sowohl das Bundesleistungszentrum aber auch das  Tiroler Landesleistungszentrum beheimatet und welche unserer Philosophie und Vision entspricht: Leistungssport und der Breitensport sollen in einer gemeinsamen Kletteranlage zusammen bleiben und sich gegenseitig fördern können."

Ergebnisse

Damen
1. Jessica Pilz (ÖAV Haag / NÖ)
2. Katharina Posch (ÖAV Imst Oberland / TIR)
3. Christine Schranz (ÖAV Landeck / TIR)

Herren 
1. Jakob Schubert (ÖAV Innsbruck / TIR)
2. Max Rudigier (ÖAV Radstadt / TIR)
3. Georg Parma (NFÖ Eichgraben / NÖ)

© 2017 Tirol Werbung