Sie befinden sich hier:
Haie ohne Disziplin

Eishockey-Play-offs

Haie ohne Disziplin

4:1-pleite zum Auftakt

Auf der Strafbank gewinnt man keine Eishockeyspiele. Diese Binsenweisheit scheint noch nicht bis ins Lager der Innsbrucker Haie durchgedrungen zu sein.

Anders sind die 55 Strafminuten im ersten Playoff-Spiel bei den Vienna Capitals nicht zu erklären. Und so kam, was befürchtet worden war – undisziplinierte Tiroler verpatzten den Playoff-Auftakt, mussten sich nach einer wahren Strafenflut im ersten Drittel mit 1:4 geschlagen geben.

„Wir werden besser vorbereitet sein als im vergangenen Jahr. Wir sind richtig heiß.“ Haie-Headcoach Rob Pallin hatte noch vor der ersten Playoff-Partie eine Kampfansage Richtung Wien gerichtet. Stark im Zweikampf, hart am Mann und eine hohe Intensität - die Innsbrucker hatten sich für das erste Spiel gegen den amtierenden Meister viel vorgenommen.

Im Verlauf des ersten Abschnitts schien es dann aber so, als ob die Tiroler vielleicht zu ambitioniert ans Werk gingen. Ganze sieben (!) Strafen zogen die Gäste in den ersten 20 Minuten – (zu) leichtes Spiel für die Vienna Capitals. Pollastrone in der dritten Minute und Jamie Fraser in der 13. nutzten die Überzahlsituationen für die Gastgeber folgerichtig. Die Haie präsentierten sich in diesem ersten Serienduell zu übermotiviert und undiszipliniert. Andreas Nödl sorgte in der 17. Minute gar für das 3:0 und bereits für die Vorentscheidung nach dem ersten Drittel.

Im zweiten Drittel schaltete das Team von Coach Rob Pallin zwar  einen Ganghöher, die Haie zeigten sich verbessert und nahmen weniger Strafen. Im eigenen Überzahlspiel hatten die Innsbrucker dann auch noch Pech, Clark und Bishop setzten die Scheibe an die Stange bzw. Latte. In diesem Mitteldrittel war das Spiel weit ausgeglichener, Patrick Nechvatal (ersetzte Rene Swette) im Tor der Gäste hatte lange Zeit alles im Griff. Und dennoch, an diesem Abend schien alles gegen die Haie zu laufen, Andreas Nödl schnürte den Doppelpack und erhöhte auf 4:0. Spätestens jetzt war die Partie entschieden.

Im Schlussdrittel zeigten Spurgeon und Co. weiter Moral und wurden dann nach 45 Minuten für den Einsatz endlich belohnt. Der aufgerückte Verteidiger Sacha Guimond setzte die Scheibe zum 1:4 in die Maschen. Es sollte dann auch der Schlusspunkt in einer doch enttäuschenden ersten Playoff-Partie für die Innsbrucker sein.

Bereits am Sonntag steht die Revanche in Innsbruck auf dem Programm. In den übrigen drei Viertelfinalspielen  gewann Salzburg erst in der Verlängerung gegen Dornbirn (3:2), während  der KAC und Linz jeweils zuhause verloren. Die Kärntner gegen Bozen (1:3), die Oberösterreicher gegen Zagreb (3:4 n.V.).

© 2017 Tirol Werbung