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    Pech für KVÖ-Stars

Boulder-Weltcup

Pech für KVÖ-Stars

Stöhr auf Platz acht

Die insgesamt dritte Station im Boulder-Weltcup, die zweite davon in China war für Österreichs Kletterer – leider – nicht wirklich eine Reise wert. Denn nach dem Auftakt in Chongqing war fast das gesamte Österreichische Team erkrankt, hatte damit in Nanjing, noch dazu bei großer Hitze einen schweren Stand.

Anna Stöhr zeigte trotzdem eine starke Leistung und beendete den Wettkampf auf dem achten Platz.  Alfons Dornauer durfte sich im zweiten Weltcup nach seiner Verletzungspause zumindest über den Halbfinaleinzug freuen, während Georg Parma sich seine ersten Boulder-Weltcuppunkte sicherte. Bei den Herren gewann der Japaner Keita Watabe vor seinem Landsmann Tomoa Narasaki und dem Slowenen Jernej Kruder. Bei den Damen holte sich Shauna Coxsey aus England ihren zweiten Saisonsieg vor der Slowenin Janja Garnbret und Miho Nonaka aus Japan.  

Was war da passiert? Unter der Woche war das KVÖ-Team zu Trainingszwecken nach Shanghai ausgewichen, wo gleich mehrere AthletInnen erkrankten. Jakob Schubert und Katharina Posch hatte es besonders schlimm erwischt, aber auch Alfons Dornauer und Anna Stöhr waren nicht verschont geblieben. Der gesamte Wettkampf fand bei extremer Hitze statt, in Nanjing herrschten bis zu 30º C. Die Boulder-Wand befand sich unglücklicherweise unter einem Glasdach und über schwarzen Weichböden. Extreme Temperaturen an der Wand waren die Folge. Schubert hatte vor Beginn der Qualifikation immer noch starke Kopfschmerzen und war im Wettkampf selbst nur ein Schatten seiner selbst. Rang 37 war das Ergebnis. Georg Parma gelang es mit Platz 30 seine ersten Boulder Weltcuppunkte zu holen. Er freute sich zurecht über eine gelungene Leistung: ,,In Nanjing fühlte ich mich so gut wie noch nie bisher in einer Weltcup-Qualifikation. Leider fehlte mir schlussendlich ein Top, um im Semifinale klettern zu dürfen. Nichtsdestotrotz bin ich voller Motivation zur Spitze aufzuschließen und freue mich richtig auf den nächsten Start in Japan. Auch Kathi Posch ging geschwächt an den Start und beendete den Wettkampf auf Platz 29.

Alfons Dornauer und Anna Stöhr zogen ins Halbfinale ein, in dem sowohl für die Damen wie auch für die Herren hohe Hürden warteten. Dornauer, der sich in der Qualifikation mit Platz 5 inmitten der Weltspitze präsentierte, konnte seine Form im Halbfinale selbst nicht mehr ausspielen und beendete den Bewerb schlussendlich auf Platz 20. "Nach der anstrengenden Qualifikation gestern habe ich von Beginn an gemerkt, dass ich gesundheitlich nicht bei 100% bin.

Anna Stöhr hatte einen guten Start ins Halbfinale, als ihr beim ersten Boulder eine komplexe Stelle schon im dritten Versuch gelang. Ein kleiner Fehler auf dem Weg zum letzten Griff zwang sie zu zwei weiteren Versuchen. Beim dritten Boulder hätte sie den Fehler kompensieren können, sie scheiterte aber denkbar knapp am letzten Zug. Stöhr beendete den Wettkampf auf Platz 8: "Leider war ich beim ersten Boulder im dritten Versuch ein wenig zu unentschlossen und das hat mich den Finaleinzug gekostet. Daher bin ich enttäuscht. Das Positive ist, dass ich mich wieder fit fühle." Am kommenden Wochenende (06./07. 05.) findet in Tokio  der nächste Boulder Weltcup statt, bevor es wieder zurück nach Österreich geht. Das KVÖ-Aufgebot wird das gleiche wie in Nanjing sein.

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