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Kader steht fest

Boulder-EM

Kader steht fest

18./19. August

15 Athleten gehen auf Medaillen-Jagd

Am 18. und 19. August findet im Münchner Olympiastadion mit der Boulder-EM ein Saisonhighlight statt. Der österreichische Kletterverband schickt insgesamt 15 Athleten in den Titelkampf!

Die EM wird im Rahmen des letzten Weltcups des Jahres ausgetragen - insgesamt werden 179 Kletterer am Start sein. Um allen europäischen Startern die gleichen Chancen zu gewähren, werden Weltcup-Halbfinale und EM-Finale zusammengelegt. Im EM-Finale treten die 20 besten Europäer aus der Qualifikation gegeneinander an, egal ob sie unter den 20 Besten der Weltcup-Qualifikation waren oder nicht. Mit mehr als 285 Startern (darunter fast 180 Europäer) haben die Organisatoren in München mit einem neuen Teilnehmerrekord zu kämpfen. Der heimische Kletterverband hat für die EM einen Startplatz weniger als für den Weltcup, weshalb Hannah Schubert zwar im Weltcup am Start ist, bei der EM aber nicht.   

Stöhr und Saurwein führen Damenaufgebot an 

Boulder-Europameisterschaften dürften im Damen-Aufgebot gute Erinnerungen hervorrufen: Bei der letzten EM (2015 in Innsbruck) holte Anna Stöhr Silber und Katharina Saurwein sicherte sich Bronze. Für die beiden Grandes Dames des österreichischen Boulderns wird es wohl die letzte Europameisterschaft ihrer Karriere sein. Nach einer Fingerverletzung zu Saisonbeginn hat sich die ebenfalls nominierte Leistungsträgerin Berit Schwaiger im Training zuletzt wieder sehr stark präsentiert. Außerdem sind die Boulder-Nachwuchshoffnungen Franziska Sterrer und Johanna Färber bei der Boulder-EM am Start. Katharina Posch startet ebenfalls und schaut mit mindestens einem Auge auf die Kombination. Sie liegt auf dem 7. Zwischenrang und hat noch Medaillenchancen.

Vorstieg-Aushängeschild Jessica Pilz holte 2015 sogar EM-Gold in der Kombination. Trotz eines verpatzten Speed-Auftritts (Fehlstart) bei der EM in Campitello die Fassa brachte sich Jessica Pilz mit Platz 3 im Vorstieg zurück ins Rennen um die Medaillen und liegt in der Zwischenwertung der Kombination knapp hinter Favoritin Janja Garnbret (SLO) auf Platz 5. Sie lässt sich ihren Start in München aber noch offen: "Im Vorstieg habe ich nach meiner Verletzung keine Einschränkungen mehr, im Bouldern fehlen mir einerseits aber noch Trainingseinheiten und anderseits die absolute Sicherheit, dass das Sprunggelenk auch hält um an die Leistungsgrenze zu gehen. Ich werde kurzfristig entscheiden ob ich in München starte. Meine Medaillenchancen in der Kombination sind zwar gut, aber ich werde eine Top-Leistung abliefern müssen. Nur wenn ich mir sicher bin, dass mir das Sprunggelenk keine Probleme macht, gehe ich an den Start." 

Jakob Schubert liegt auf Kurs der Mission "Titelverteidigung"

 Jakob Schubert ist in München ebenfalls als Titelverteidiger in der Kombination am Start. In der aktuellen Zwischenwertung liegt er auf dem ersten Platz und hat abgesehen von der EM in diesem Jahr auf internationaler Ebene nur Boulder-Bewerbe absolviert. In Hinblick auf Olympia 2020 will er auch im Bouldern an die Weltspitze anschließen.  "Dass die Boulder-EM im Rahmen des Weltcups stattfindet ist nicht optimal. Trotzdem wird dieses Event sehr wichtig für mich: es wird der Abschluss der Bouldersaison sein und ich möchte nochmal ein gutes Resultat erzielen. Außerdem ist es der letzte Bewerb der Europameisterschaft der Kombination, die ich gewinnen will! München ist immer ein sehr cooler Wettkampf und ich freu mich schon sehr!" Matthias Erber (Platz 5) und Georg Parma (Platz 10) liegen vor der EM in ihrer Spezialdisziplin ebenfalls in aussichtsreicher Position für ein gutes Kombinationsergebnis. Das Herren-Aufgebot wird von Alfons Dornauer, Max Rudigier, Elias Weiler, Jan-Luca Posch und Florian Klingler komplettiert. Posch und Klingler sind knapp zwei Wochen später bei der Junioren-WM in Innsbruck am Start. 

KVÖ-Sportdirektor Heiko Wilhelm blickt auf den letzten und wohl schwierigsten Boulder-Wettkampf der Weltcup-Saison: "Der letzte Boulder Weltcup liegt schon 6 Wochen zurück. Die Athleten haben die Pause unterschiedlich genutzt: die einen haben sich komplett der Vorbereitung auf München gewidmet, die anderen waren im Lead Weltcup unterwegs und steigen jetzt wieder um. Ein großer Wehmutstropfen ist, dass die EM Teil des Weltcups ist. Es wird aufgrund vom Modus und dem extrem starken Teilnehmerfeld mit Sicherheit ein sehr schwieriger Wettkampf."

Herren:
Alfons Dornauer (ÖAV Zillertal / TIR)
Matthias Erber (ÖAV Wilder Kaiser / TIR)
Florian Klingler (ÖAV Innsbruck / TIR)
Georg Parma (NFÖ Eichgraben /  NÖ)
Jan-Luca Posch (ÖAV Innsbruck / TIR)
Max Rudigier (ÖAV Radstadt / SLBG)
Jakob Schubert (ÖAV Innsbruck / TIR)
Elias Weiler (ÖAV Innsbruck / TIR)

Damen:
Johanna Färber (ÖAV Graz / STMK)
Jessica Pilz (ÖAV Haag / NÖ)
Katharina Posch (ÖAV Imst Oberland / TIR)
Katharina Saurwein (ÖAV Innsbruck / TIR)
Anna Stöhr (ÖAV Innsbruck / TIR)
Franziska Sterrer (NFÖ Vöcklabruck / OÖ)
Berit Schwaiger (ÖAV Innsbruck / TIR)

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