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Lauras Goldjagd prolongiert

Biathlon-WM

Lauras Goldjagd prolongiert

Damen Staffel

ÖSV-Staffel disqualifiziert

Während Österreichs Biathlon-Mädels im Schneefall von Hochfilzen versuchten ihre Disqualifikation in der 4x6-km-Staffel zu verdauen, feierte ein Großteil der 17.800 Fans im Stadion enthusiastisch das Deutsche Biathlon-Wunderteam, angeführt von einer alles überragenden, nunmehr vierfachen Weltmeisterin, Laura Dahlmeier.

"Das war ein gigantischer Tag für uns, die Rekorde sind fantastisch. Vor allem will ich aber herausheben, dass wir eine super Staffel hatten. Wir haben gewusst, dass wir gewinnen können", sagte Dahlmeier nach dem Zieleinlauf. Die Garmisch-Partenkirchnerin sicherte sich mit ihrer erneuten Energieleistung zwei weitere Rekorde, die sehr lange Bestand haben werden. Sprach’s und dann verließen sie auch die allerletzten Kräfte.

Körperlich völlig geschwächt hatte die Biathlon-Überfliegerin aus dem Raum der Pressekonferenz gebracht werden müssen. Als Schlussläuferin hatte die 23-Jährige in einem Kraftakt das deutsche Team wie schon vor zwei Jahren zum Titel geführt und war dabei einmal mehr über die Schmerzgrenze gegangen. Mit dem Ergebnis, dass sie nunmehr als erste Biathletin überhaupt saisonübergreifend zehn WM-Medaillen in Serie gewonnen hat.  Mit dem vierten Gold von Hochfilzen überflügelte sie darüber hinaus die Rekordweltmeisterin Magdalena Neuner als erfolgreichste Deutsche bei einer WM. Neuner hatte 2011 dreimal Gold und zweimal Silber gewonnen - Dahlmeier hat in Hochfilzen bereits viermal Gold und einmal Silber abgeräumt. Und am Sonntag wartet im Massenstart noch eine weitere Chance auf Edelmetall.

Hinter den siegreichen Deutschen lieferten einander die Staffeln aus der Ukraine, Frankreich und Italien , sowie Tschechien einen spannenden Vierkampf um die restlichen zwei Medaillen. Den schließlich die Ukraine überraschend vor Frankreich für sich entschied, nicht zuletzt weil sowohl Gabriela Koukalova für Tschechien und auch Dorothea Wierer für Italien als Schlussläuferinnen ebenfalls den Strapazen dieser WM Tribut hatten zollen müssen.

Und die ÖSV-Staffel? Musste bereits nach der zweiten Läuferin, Julia Schwaiger, disqualifiziert werden. Was war passiert? Nach Startläuferin Dunja Zdouc, die nach ihrer Runde auf Platz 16 übergeben hatte, lud Schwaiger beim Liegend-Schießen viermal nach, danach fehlte ihr beim Stehendschießen eine Patrone, die ihr nachgereicht wurde. Schweiger lag danach mit einer Strafrunde als Letzte und 23. schon über drei Minuten zurück.

Nachdem Christina Rieder als dritte ÖSV-Läuferin von Deutschlands Schlussläuferin Dahlmeier gar überrundet wurde, schnallte sie laut Reglement die Ski ab. Aber schon vor der Überrundung war Österreich disqualifiziert worden. Schwaiger war tief enttäuscht: „Es war ein Blackout. Ich habe nicht richtig mitgezählt. Ich kann es mir nicht erklären, als Schützin muss man das im Gefühl haben. Vielleicht waren das meine Emotionen. Es tut mir unendlich leid für die Staffel.“

Medaillenspiegel    
RangNation Gold Silber Bronze Gesamt
1Deutschland51-6
Tschechien1214
3Frankreich 1146
4USA1--1
5Norwegen-213
6Weißrussland-1-1
6Ukraine-1-1
8Russland--11
8Italien--11

Programm der Biathlon WM in Hochfilzen

Samstag, 18. Februar: 

14:45 Uhr:
19:00 Uhr:

Sonntag, 19. Februar:

11:30 Uhr: 
14:45 Uhr:
15:45 Uhr: 



Staffel Herren
Siegerehrung



Massenstart Damen
Massenstart Herren
Schlussfeier

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