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Marcel Hirscher Superstar!

Herren-Weltcup

Marcel Hirscher Superstar!

Beaver Creek

RTL-Triumph in Beaver Creek

Es war die Woche der Sensations-Comebacks mit Siegen für Cornelia Hütter sowie Aksel Lund Svindal, doch dann kam Marcel Hirscher.

Ausgerechnet auf dem extrem schweren Kurs in Beaver Creek krönte der Salzburger nur wenige Wochen nach seiner schweren Verletzung die Rückkehr in den Skizirkus mit dem Triumph im RTL. Fast eine Sekunde vor dem Norweger Henrik Kristoffersen (0,88) und 1,02 Sekunden vor dem Deutschen Überraschungsmann Stefan Luitz. Ebenfalls ein unglaubliches Rennen hatte der Tiroler Manuel Feller abgeliefert, der als Vierter nur um eine Hundertstelsekunden das Podest verpasste. Und das, obwohl er wegen einer starken Verkühlung fast eine Woche pausieren hatte müssen.

Während der Halbzeit-Führende Luitz seinen ersten Weltcup-Sieg letztlich um 1,03 Sekunden verpasste, hatte Hirscher, der als Dritter in die Entscheidung gestartet war, einen Traumlauf hingelegt und die Konkurrenz noch klar hinter sich gelassen. Zufrieden war auch sein Teamkollege Manuel Feller, der mit 1,04 Sekunden hinter dem Salzburger Vierter und damit zweitbester Österreicher wurde.

Sieger Hirscher jedenfalls verbuchte das erste RTL-Kräftemessen der Olympiasaison als Riesenerfolg. Trotz des Knöchelbruchs im August und wochenlanger Zwangspause, die ihn sowohl beim Training als auch beim Testen der neuen, etwas kürzeren Ski mit verringertem Kurvenradius ins Hintertreffen brachte, knüpfte der 28-jährige Weltmeister nahtlos an die großartigen Leistungen der vergangenen Saison an.

Dem voraus gingen arbeitsreiche Stunden in Colorado in den letzten Tagen. „Wir haben ordentlich Gas gegeben. Im Training sind meine Leistungen immer besser geworden. Aber wir sind erst am Beginn der Entwicklung - vor allem in Bezug auf die neuen Ski. Es ist noch viel möglich. Das Ergebnis macht jedenfalls Lust auf mehr“, sagte Hirscher. In der vergangenen Saison war Hirscher in acht Riesentorläufen bei vier Siegen nie schlechter als Zweiter gewesen.

Mit Hirscher strahlte im Zielraum US-Star Ligety um die Wette, der sich nach langer Zwangspause in Folge einer Rücken-OP auf seiner Lieblingsstrecke als Siebenter (1,36) an der Spitze zurück gemeldet hatte. Fünf der vergangenen nun acht Riesentorläufe in Beaver Creek hatte Ligety gewonnen, die drei anderen gingen auf Hirschers Konto.

Verpasste knapp das Podest - Manuel Feller (GEPA)

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