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Tour of the Alps

Arco - Innsbruck

Tour of the Alps

16. - 20. April 2018

Das große Finale steigt in Innsbruck

Radrennen der Euregio

In der Hauptstadt Tirols endet am 20. April die letzte Etappe der Tour of the Alps, die in Rattenberg startet und in dessen Rahmen zwei Schleifen auf dem anspruchsvollen Kurs der UCI Road World Championships gefahren werden.

Die Tour of the Alps, das Radsportevent in der Euregio, das vom 16. bis zum 20. April auf dem Programm steht, geht mit einem Renntag auf allerhöchstem Wettkampfniveau zu Ende. Das wird besonders deutlich, wenn man den Streckenverlauf der fünften und letzten Etappe (Rattenberg – Innsbruck 164,2 km) genauer unter die Lupe nimmt, bei der die Radprofis auf dem Kurs der UCI Road World Championships um den Gesamtsieg kämpfen werden.

Fünf Monate bevor es um das WM-Trikot geht, kann man in Innsbruck und Tirol bereits die Atmosphäre des großen Radsportevents einatmen. Der Start zur Schlussetappe mit einer heimtückischen Streckenführung und zahlreichen Höhenmetern erfolgt in Rattenberg, der kleinsten Stadt Österreichs, von wo bei der WM die Zeitfahren beginnen.

Die ersten 55 Kilometer werden im Inntal geradelt. Haben die Radprofis aber erst einmal Brixlegg hinter sich gelassen, rankt sich die Straße steil das Alpbachtal hoch. In Alpach selbst, dem schönsten Blumendorf Europas, geht es nach insgesamt 64,1 Kilometern auch um den ersten Bergpreis. Dieser Abschnitt mit einer Länge von 8,3 Kilometern und einer mittleren Steigung von 6,4 Prozent stellt schon einmal ein erstes Kriterium dar.

Nach einer langen Abfahrt geht es wieder zurück in die Talsohle, wo anschließend der nächste Aufstieg nach Gnadenwald beginnt. Dieser Streckenteil ist ein erster Vorgeschmack auf die nächste Rad-WM. Eine weitere Abfahrt nach Hall in Tirol und der Aufstieg nach Aldrans bringen die Karawane auf den Schlussteil des WM-Kurses im September dieses Jahres mit dem ersten Anstieg an die Spitze des Olympiaclimbs und der anschließenden Abfahrt in die Peripherie von Innsbruck bis zur Einmündung in die Olympiastraße. Hier, nach 127,5 Kilometern, werden zwei Schleifen auf einem eingeschränkten Teil des WM-Parcours gefahren. Sie sind beide jeweils 13,8 Kilometer lang. Kommt das Feld zum zweiten Mal an der Spitze des Anstiegs vorbei (6,7 Kilometer mit 6 Prozent Steigung), wird der zweite Bergpreis vergeben. Nach der dritten Durchfahrt fehlen noch 12,3 Kilometer bis zum Ziel, von denen die ersten 6 eine Abfahrt sind und der Rest im Herzen Innsbruck und somit fast ausschließlich auf der WM-Strecke in die Pedale getreten wird.

Die Bindung zwischen Innsbruck und dem Radsport wird also immer enger. „Gemütliche Rundfahrten, anspruchsvolle Anstiege oder spektakuläre Trails: Die Region Innsbruck ist perfekt für all jene, die sportliche Herausforderung in alpiner Landschaft mit urbanem Lifestyle verbinden wollen – und das auf dem Bike oder Rennrad. Der Bikepark Innsbruck lockt mit Angeboten für alle Kenner- und Könnerstufen und ist 2018 erneut Schauplatz von Crankworx, dem größten Mountainbike Gravity Festival der Welt. Auf Rennradfahrer warten Routen von genussvoll bis kräftezehrend, denn vom flachen Inntal geht es schnell in die Höhe – nach Kühtai beispielsweise bis auf 2.020 Meter. Immer mit dabei: das beeindruckende Bergpanorama”, erklärte Julia Zraunig, Event Managerin des Tourismusverbandes Innsbruck.

(c) EXPA

Fünf Renntage, insgesamt 714,3 Kilometer, 13.100 Höhenmeter, 10 Bergwertungen: Die Tour of the Alps weist alle Charakteristiken eines modernen Etappenrennens vor und bestätigt damit das spektakuläre Format mit kurzen, aber intensiven Abschnitten, welches sehr gut angekommen ist. 

Zurück zu den Wurzeln, also zum Giro del Trentino, geht es bei der Auswahl des Start-Ortes für die Tour of the Alps 2018. Die Wahl ist auf Arco gefallen, die schöne Stadt nahe dem Nordufer des Gardasees. In Arco, wo sich auch der Sitz des Veranstalters befindet, wird das Etappenrennen am Tag vor dem Startschuss offiziell vorgestellt. Am Montag, 16. April hat das Warten schließlich ein Ende und die erste Etappe führt die Teilnehmer auf das Folgaria-Hochplateau, bevor es durch schöne Ortschaften und herrliche Landschaften hinauf zur Alpe Cimbra geht, wo auf dem spektakulären Schlussteil die starken Sprinter im Vorteil sein werden. 

Die Tour of the Alps 2018 geht somit in Innsbruck zu Ende. Dort wo sich im Jahr davor das Ziel der historischen ersten Etappe des Nachfolgerennens des Giro del Trentino befand. Eine Etappe, die sich durch den Sieg von Michele Scarponi fest ins Gedächtnis aller Sportler eingeprägt hat: Wenige Tage nach dessen Triumph und dem Ende der Rundfahrt ist der Profi auf den Straßen seiner Heimatgemeinde während des Trainings bei einem Verkehrsunfall tödlich verunglückt. 

Das Bild von Michele Scarponi bleibt damit unauslöschlich mit der Tour of the Alps verbunden und die Veranstalter sind auch bestrebt, dass die Erinnerung an den großen Champion weiterlebt. Der Preis Team Up, der unter der Zustimmung der Familie Scarponis und in Zusammenarbeit mit der Vereinigung der Radprofis (ACCPI) ins Leben gerufen wurde, wird täglich von jener Mannschaft auf der Bühne überreicht, die gemeinsam am erfolgreichsten gearbeitet hat. Ausgezeichnet – mit einem kleinen Präsent der Tour of the Alps – wird ein ehrenamtlich tätiger Verein, der im Start-Ort der jeweiligen Etappe tätig ist. 

Im Namen des verunglückten Champions mit dem sonnigen Gemüt will die Tour of the Alps Selbstlosigkeit, Großzügigkeit und Solidarität prämieren. Die Essenz des Radsports also, der in Michele Scarponi vom menschlichen her sicherlich eine der überzeugendsten Persönlichkeiten hatte.

Giacomo Santini, die Schwester des verunglückten Michele Scarponi, Silvia, und dessen Bruder Marco
(c) Tour of the Alps 

Das große Medienecho auf internationaler Ebene der Tour of the Alps 2017 ist Ausgangspunkt, um – in Zusammenarbeit mit PMG Sport – ein spektakuläres TV-Produkt zu schaffen. PMG Sport ist auch in diesem Jahr von der „Lega Ciclismo Professionistico“ mit der Produktion und Verteilung der TV-Bilder aller Events des „Ciclismo Cup“ beauftragt worden. 

Es wird neuerlich eine Direktübertragung im Fernsehen der spannendsten Phasen der fünf Etappen geben. Die Tour of the Alps hat somit beste Voraussetzungen, um – wie schon in diesem Jahr – immer mehr Zuschauer auch außerhalb Europas zu fesseln. 

Am Start werden 20 Mannschaften sein (die offizielle Startliste wird im Jänner veröffentlicht), darunter eine Vielzahl von World Teams. Das Teilnehmerfeld führt ideell das Team Sky an, das 2016 mit Mikel Landa den letzten Giro del Trentino gewonnen hat und 2017 bei der Erstausgabe der Tour of the Alps mit Geraint Thomas triumphierte. Aber das Feld der Herausforderer wird groß sein. 

Das Wachstum dieses Projekts beweist, dass wir mit der Tour of the Alps den richtigen Weg eingeschlagen haben und dass wir den Giro del Trentino, den wir vor mehr als 40 Jahren aus der Taufe gehoben haben, noch weiter nach oben führen konnten. Dieses Jahr ist die Herausforderung noch größer geworden und somit auch das Niveau der Veranstalter, die weiterwachsen, die sich ständig erneuern und hinterfragen“, sagte Giacomo Santini, Präsident des GS Alto Garda, der diese lange Geschichte und Entwicklung selbst miterlebt hat.

1. Etappe – Montag, 16. April 

Arco – Folgaria, 134,6 km

Höhenunterschied: 2530m. Schwierigkeit: ***


2. Etappe – Dienstag, 17. April 

Lavarone - Fiemme/Alpe di Pampeago 145,5 km

Höhenunterschied: 2900m. Schwierigkeit: ****


3. Etappe – Mittwoch, 18. April

Auer – Meran 138,3 km

Höhenunterschied: 2600m. Schwierigkeit: **


4. Etappe – Donnerstag, 19. April 

Klausen – Lienz 134,3 km 

Höhenunterschied: 2300m. Schwierigkeit: ***


5. Etappe – Freitag, 20. April 

Rattenberg – Innsbruck 161,6 km 

Höhenunterschied: 2770m. Schwierigkeit: *** 

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