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Die Tour of the Alps ist wieder startbereit

Die Tour of the Alps ist wieder startbereit

16. - 20. April 2018

Radrennen der Euregio

 In Mailand wurde die Ausgabe 2018 des Euregio-Rennens vorgestellt, das neuerlich fünf spektakuläre Etappen von Arco nach Innsbruck umfassen und ganz im Zeichen des letzten Rennens und des letzten Etappensiegs des verunglückten Champions Scarponi  stehen wird.

Erst vor wenigen Tagen ist eine lange Radsportsaison abgeschlossen worden. Trotzdem ist der Blick, speziell  dank der Vorstellung der Tour of the Alps in der Sala Buzzati in Mailand bereits auf das Jahr 2018 gerichtet. Das Profi-Etappenrennen, das unter der Schirmherrschaft der Euregio steht und in dem sich die drei Regionen Tirol, Südtirol und Trentino im Rahmen eines gemeinsamen Projektes präsentieren, wird vom 16. bis 20. April 2018 neuerlich ausgetragen. Die Veranstalter bauen dabei auf die großen Erfolge der diesjährigen Ausgabe auf: Zum einen wurde was die Sichtbarkeit angeht eine Wertschöpfung von mehr als 10 Millionen Euro generiert, zum anderen hat es großen Zuspruch von allen Seiten gegeben. Ganz zu schweigen, von den hohen emotionalen Wellen, die das Event geschlagen hat. 

Die Tour of the Alps ist ein gelungenes Beispiel für erfolgreiches Tourismusmarketing. Schließlich zeigten sich Tirol, Südtirol und das Trentino bei diesem einwöchigen Rad-Etappenrennen von ihrer schönsten Seite und untermauerten den gemeinsamen Spirit in der Euregio. Die drei Regionen erkannten sich zudem in gemeinsamen Werten wieder, die weit über den Sport hinausgehen und bildeten somit die Grundlage, um gemeinsam für ein Tourismussystem einzustehen, in dem der Radsport eine ganz wichtige Rolle spielt. 

Ein Jahr später sind wir wieder hier in Mailand zusammengekommen und dürfen eine Erfolgsgeschichte erzählen“, erklärten die Vertreter der drei Marketingkörperschaften Maurizio Rossini (CEO Trentino Marketing), Thomas Aichner (Head of Marketing IDM Südtirol) und Josef Margreiter (Direktor Tirol Werbung). „Unsere Gebiete haben sich im Namen des Radsports zusammengeschlossen, ein wichtiges Element unserer Kultur und unserer Werte, das jedes Jahr 25 Millionen Menschen ins Trentino, nach Südtirol und Tirol lockt. Das Projekt Tour of the Alps beweist, dass es ein gewinnbringendes Bündnis zwischen benachbarten Gebieten geben kann, die natürlich miteinander im Wettbewerb stehen, die im Grunde aber für die gleichen Werte einstehen und dieselbe Absicht verfolgen.“ 

Nach dem durschlagenden Erfolg der Ausgabe 2017 – sei es aus technischer Sicht, sei es was die Berichterstattung in den Medien angeht – sind die Erwartungen natürlich riesengroß. Zum einen ist der Gewinn der Tour of the Alps das Ziel von allen Radchampions. Zum anderen ist das Etappen-Rennen ein wichtiger Meilenstein in Hinblick auf zwei andere wichtige Termine in der Saison. Der Giro d’Italia beginnt exakt zwei Wochen nach Ende der Rundfahrt und ist immer ein wichtiger und äußerst verlässlicher Indikator darüber, wer bei der Italienrundfahrt den Ton angeben kann. 

Aber damit nicht genug, denn im September 2018 findet in Tirol die Straßenrad-WM statt und im Rahmen der Tour of the Alps kommen die Teilnehmer in den Genuss einiger Häppchen auf das, was sie wenige Monate später bei den Titelkämpfen erwarten wird. Es sind zum einen die Schwierigkeiten der Strecke, zum anderen der Enthusiasmus und die Leidenschaft der Zuschauer, die die Straßen in Österreich säumen werden. 

Die Tour of the Alps war immer schon ein wichtiges Rennen, aber heuer, durch das Fahren auf der WM-Strecke in Innsbruck, ist es noch signifikanter – wenn das überhaupt möglich ist“, erklärte Davide Cassani, technischer Leiter der italienischen Rad-Nationalmannschaft. „Auch in diesem Jahr hat der GS Alto Garda eine komplette und spektakuläre Strecke zusammengestellt, die all jene herausfordern wird, die beim Giro d’Italia mit Ambitionen an den Start gehen. Technisch stellt dieses Rennen mit dieser Streckenführung wirklich das Beste dar in Hinblick auf den Giro: wie es schon des Öfteren der Fall war, kann die Tour of the Alps ein Sprungbrett sein für rosarote Träume.“ 

(c) EXPA

Fünf Renntage, insgesamt 714,3 Kilometer, 13.100 Höhenmeter, 10 Bergwertungen: Die Tour of the Alps weist alle Charakteristiken eines modernen Etappenrennens vor und bestätigt damit das spektakuläre Format mit kurzen, aber intensiven Abschnitten, welches sehr gut angekommen ist. 

Zurück zu den Wurzeln, also zum Giro del Trentino, geht es bei der Auswahl des Start-Ortes für die Tour of the Alps 2018. Die Wahl ist auf Arco gefallen, die schöne Stadt nahe dem Nordufer des Gardasees. In Arco, wo sich auch der Sitz des Veranstalters befindet, wird das Etappenrennen am Tag vor dem Startschuss offiziell vorgestellt. Am Montag, 16. April hat das Warten schließlich ein Ende und die erste Etappe führt die Teilnehmer auf das Folgaria-Hochplateau, bevor es durch schöne Ortschaften und herrliche Landschaften hinauf zur Alpe Cimbra geht, wo auf dem spektakulären Schlussteil die starken Sprinter im Vorteil sein werden. 

Die Tour of the Alps 2018 geht somit in Innsbruck zu Ende. Dort wo sich im Jahr davor das Ziel der historischen ersten Etappe des Nachfolgerennens des Giro del Trentino befand. Eine Etappe, die sich durch den Sieg von Michele Scarponi fest ins Gedächtnis aller Sportler eingeprägt hat: Wenige Tage nach dessen Triumph und dem Ende der Rundfahrt ist der Profi auf den Straßen seiner Heimatgemeinde während des Trainings bei einem Verkehrsunfall tödlich verunglückt. 

Das Bild von Michele Scarponi bleibt damit unauslöschlich mit der Tour of the Alps verbunden und die Veranstalter sind auch bestrebt, dass die Erinnerung an den großen Champion weiterlebt. Der Preis Team Up, der unter der Zustimmung der Familie Scarponis und in Zusammenarbeit mit der Vereinigung der Radprofis (ACCPI) ins Leben gerufen wurde, wird täglich von jener Mannschaft auf der Bühne überreicht, die gemeinsam am erfolgreichsten gearbeitet hat. Ausgezeichnet – mit einem kleinen Präsent der Tour of the Alps – wird ein ehrenamtlich tätiger Verein, der im Start-Ort der jeweiligen Etappe tätig ist. 

Im Namen des verunglückten Champions mit dem sonnigen Gemüt will die Tour of the Alps Selbstlosigkeit, Großzügigkeit und Solidarität prämieren. Die Essenz des Radsports also, der in Michele Scarponi vom menschlichen her sicherlich eine der überzeugendsten Persönlichkeiten hatte.

Giacomo Santini, die Schwester des verunglückten Michele Scarponi, Silvia, und dessen Bruder Marco (c) Tour of the Alps 

Das große Medienecho auf internationaler Ebene der Tour of the Alps 2017 ist Ausgangspunkt, um – in Zusammenarbeit mit PMG Sport – ein spektakuläres TV-Produkt zu schaffen. PMG Sport ist auch in diesem Jahr von der „Lega Ciclismo Professionistico“ mit der Produktion und Verteilung der TV-Bilder aller Events des „Ciclismo Cup“ beauftragt worden. 

Es wird neuerlich eine Direktübertragung im Fernsehen der spannendsten Phasen der fünf Etappen geben. Die Tour of the Alps hat somit beste Voraussetzungen, um – wie schon in diesem Jahr – immer mehr Zuschauer auch außerhalb Europas zu fesseln. 

Am Start werden 20 Mannschaften sein (die offizielle Startliste wird im Jänner veröffentlicht), darunter eine Vielzahl von World Teams. Das Teilnehmerfeld führt ideell das Team Sky an, das 2016 mit Mikel Landa den letzten Giro del Trentino gewonnen hat und 2017 bei der Erstausgabe der Tour of the Alps mit Geraint Thomas triumphierte. Aber das Feld der Herausforderer wird groß sein. 

Das Wachstum dieses Projekts beweist, dass wir mit der Tour of the Alps den richtigen Weg eingeschlagen haben und dass wir den Giro del Trentino, den wir vor mehr als 40 Jahren aus der Taufe gehoben haben, noch weiter nach oben führen konnten. Dieses Jahr ist die Herausforderung noch größer geworden und somit auch das Niveau der Veranstalter, die weiterwachsen, die sich ständig erneuern und hinterfragen“, sagte Giacomo Santini, Präsident des GS Alto Garda, der diese lange Geschichte und Entwicklung selbst miterlebt hat.

1. Etappe – Montag, 16. April 

Arco – Folgaria, 134,6 km

Höhenunterschied: 2530m. Schwierigkeit: ***


2. Etappe – Dienstag, 17. April 

Lavarone - Fiemme/Alpe di Pampeago 145,5 km

Höhenunterschied: 2900m. Schwierigkeit: ****


3. Etappe – Mittwoch, 18. April

Auer – Meran 138,3 km

Höhenunterschied: 2600m. Schwierigkeit: **


4. Etappe – Donnerstag, 19. April 

Klausen – Lienz 134,3 km 

Höhenunterschied: 2300m. Schwierigkeit: ***


5. Etappe – Freitag, 20. April 

Rattenberg – Innsbruck 161,6 km 

Höhenunterschied: 2770m. Schwierigkeit: ***

 

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